Hamburger IT-Strategietage


IT-Strategietage

Akzo Nobel: Bring-your-own-Desaster vermeiden

08. Februar 2013
Christoph Lixenfeld ist freier Autor in Hamburg.
Mobility-Plattformen und Cloud-Lösungen sind eine feine Sache, findet CIO Pieter Schoehuijs. Aber nur, wenn die IT-Strukturen dahinter optimiert sind.
Akzo Nobel CIO Pieter Schoehuijs sprach auf den Hamburger IT-Strategietagen.
Akzo Nobel CIO Pieter Schoehuijs sprach auf den Hamburger IT-Strategietagen.
Foto: Foto Vogt

„Wer in seinem Unternehmen Mobility-Lösungen einführen will, sollte sich als erstes klarmachen, dass er längst damit angefangen hat. Gewollt oder ungewollt.“ Pieter Schoehuijs meint BYOD, den Trend, dass Mitarbeiter die unterschiedlichsten Gadgets mitbringen und auch im Unternehmen einsetzen wollen.

„Diesen Prozess muss man systematisch steuern, damit aus Bring your own device nicht Bring-your-own-Desaster wird“, findet Schoehuijs, wobei er dem Thema Mobility und Cloud grundsätzlich positiv gegenübersteht. Allerdings: Bevor er sich der Sache intensiv zuwenden konnte, musste er in einer extrem zerklüfteten IT-Landschaft aufräumen.

Akzo Nobel ist ein traditionsreicher Farben-, Lack- und Spezialchemiehersteller mit 57.000 Mitarbeitern in 80 Ländern und einem Umsatz von 15,7 Milliarden Euro. Als Schoehuijs hier 2009 seinen Job antrat, betrieb das Unternehmen 84 verschiedene ERP-Systeme auf mehr als 3000 Servern, 970 IT-Mitarbeiter in 44 Ländern kümmerten sich um Erhalt und Weiterentwicklung der Systeme. Entstanden war diese unübersichtliche Landschaft deshalb, weil Akzo Nobel jahrelang auch durch viele Zukäufe gewachsen war.

Mobility? Gab es natürlich längst, mehr als 10.000 Devices waren Unternehmensweit im Einsatz. Doch deren Nutzung war weder systematisch geplant und kontrolliert, um potenzielle Gefahren zu mindern. CIO Schoehuijs war fest entschlossen, das enorme Potenzial von Mobility- oder Cloud-Lösungen für Akzo Nobel zu erschließen und zugleich die Risiken in den Griff zu bekommen.