Das richtige Lizenz-Modell spart bares Geld

Alle Software-Lizenzen genau zählen

28. März 2007
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Bei der Lizenzierung von Software gibt es verschiedene Abrechnungs-Modelle. Derzeit rechnen die meisten Unternehmen über eine Pauschal-Lizenz ab. Doch andere Modelle wie die Variante einer rückwirkenden Abrechnung gewinnen an Boden. Wer darüber hinaus seine eingesetzten Lizenzen genau zählt, hält die Vereinbarungen mit Software-Anbietern ein und vermeidet unnötige Mehrkosten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Lizenz-Management-Tool-Anbieters Macrovision, der Software & Information Industry Association (SIIA) und der Centralized Electronic Licensing User Group (CELUG).
Anwender wollen durch eine genaue Zählung der Software-Lizenzen vor allem Lizenz-Vereinbarungen genau einhalten und Kosten reduzieren.
Anwender wollen durch eine genaue Zählung der Software-Lizenzen vor allem Lizenz-Vereinbarungen genau einhalten und Kosten reduzieren.

58 Prozent der Anwenderunternehmen setzen derzeit das Concurrent-User-Model als Lizenz-Modell ein. Hier zahlen sie eine gleich bleibende Nutzungsgebühr, die davon abhängt, wie viele User parallel mit einer Software arbeiten. Die Akzeptanz dieser Berechnungs-Methode hat seit dem vergangenen Jahr um fünf Prozentpunkte auf 58 Prozent zugelegt. Daneben fallen andere Methoden wie die Berechnung von Einzelplatz- oder Netzwerk-Lizenzen deutlich ab.

Anbieter bevorzugen Einzelplatzabrechnung

Im Gegensatz dazu bevorzugen 48 Prozent der Software-Anbieter die Abrechnung von Lizenz-Gebühren nach dem Einzelplatz-Modell und nur 38 Prozent die Abrechnung nach dem Concurrent-User-Model. Weiter zeigt die Untersuchung, dass die rückwirkende Abrechnung der Software-Nutzung nach dem "Subscription-based Licencing" bei den Software-Anbietern über Jahresfrist an Attraktivität verloren hat.

Boten im Jahr 2005 noch 40 Prozent der Befragten dieses Modell an, waren es 2006 nur noch 32 Prozent. Trotz dieser Delle gehen 49 Prozent der Software-Verkäufer davon aus, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre die rückwirkende Berechnung ihr bevorzugtes Preis-Modell sein wird.

Lizenz-Vermessung reduziert Betriebskosten

Der aktuellen Umfrage zufolge glauben 75 Prozent der Lizenz-Nehmer, dass sie korrekt lizenziert sind und Compliance-Anforderungen vollständig erfüllen. Das bedeutet im Vergleich zum Jahr zuvor einen Anstieg um 32 Prozent. Das überrascht, denn 56 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie eingesetzte Software-Lizenzen entweder manuell oder gar nicht vermessen. Im Vergleich zur Vorjahresumfrage bedeutet das einen nur minimalen Rückgang um zwei Prozent.

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