Kosten, Policy, Sicherheit

Bilanz: Die Vor- und Nachteile von BYOD

16. August 2013
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die ersten Erfahrung mit dem Trend zur dienstlichen Nutzung privater Geräte sind gemischt. Vorteile ergeben sich bei den Kosten, Nachteile bei der Kontrolle. Unsere Schwesterpublikation cio.com zieht ein Fazit.
Die Vor- und Nachteile von BYOD halten sich die Waage.
Die Vor- und Nachteile von BYOD halten sich die Waage.
Foto: XS_babimu - Fotolia.com

Adressbuch, Terminplaner, Mobiles Bezahlen - seit SmartphonesSmartphones sehr viel mehr können als nur telefonieren, entwickeln sie sich zum ständigen Begleiter des Menschen. Mancher will auch im Büro nicht auf die Nutzung des eigenen Handhelds verzichten. US-amerikanische Geschäftsleute erfanden dafür das Kürzel BYODBYOD - Bring your own device. Unter dem Titel "Pros and Cons auf BYOD" zieht unsere US-Schwesterpublikation cio.com ein erstes Zwischenfazit. Alles zu BYOD auf CIO.de Alles zu Smartphones auf CIO.de

Vor- und Nachteile halten sich dabei die Waage. Vorteile werden vor allem auf der Kostenseite gesehen:

Anschaffungskosten: Wenn ein Angestellter den eigenen Laptop oder das eigene Smartphone mitbringt, fallen logischerweise die Anschaffungskosten weg. Was den Betrieb des Gerätes angeht, ist das nicht immer so einfach. Eine Vereinbarung sollte klar regeln, wer für welche Kosten aufkommt.

Mitarbeiterzufriedenheit: Als einer der großen Vorteile von BYOD gilt, dass die Mitarbeiter ihre eigenen Geräte lieber nutzen als die, die ihnen vom Unternehmen vorgesetzt werden. Damit steige auch der Spaß am Job, so die These der BYOD-Befürworter.

Technologie-Affinität: Dürfen Angestellte mit den eigenen Handhelds arbeiten, werden sie sie möglicherweise besser behandeln - und selbst für die neuesten Updates und Optimierungen sorgen.

Die Nachteile des BYOD-Trends ergeben sich vor allem aus der fehlenden Kontrolle des IT-Chefs über die Geräte. Daraus resultieren folgende Schwierigkeiten:

Regelwerk: Wer die dienstliche Nutzung privater Geräte zulässt, muss den Umgang damit regeln. Das ist nicht einfach - für den Mitarbeiter geht es ja schließlich um ein Gerät, das er sich selbst gekauft hat.

Datensicherheit: Insbesondere der Schutz empfindlicher Daten auf Privatgeräten muss genau geregelt werden. Gegebenenfalls sollte das Unternehmen auf den Handhelds Security-Tools implementieren, die sich der private Nutzer selbst nicht zulegen würde.

Weggang des Mitarbeiters: Schwierig wird es, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt. Das Unternehmen muss dafür sorgen, dass er keine geschäftskritischen Daten mitnimmt.