"Vater des Data-Warehousing" besorgt über Kostenexplosion

Bill Inmon rät bei Datenintegration zu Open Source

19. September 2008
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Datenintegrations-Projekte scheitern vor allem an schlechter Vorbereitung. Diese These vertritt Bill Inmon, der mehr als 35 Jahre Erfahrung im Datenbank-Management gesammelt hat. Er spricht sich für quelloffene Lösungen aus.
Bill Inmon, Vater von Data Warehousing und Patenonkel von Open Source.
Bill Inmon, Vater von Data Warehousing und Patenonkel von Open Source.

Er gilt als Vater des Data-Warehousing, hält Vorträge und berät Fortune-100-Kunden: William H. "Bill" Inmon. In einem White Paper über "The evolution of integration" redet Papa Klartext: Er rät zum Einsatz von Open Source-Lösungen. Anders seien die Kosten der Datenintegration nur noch für Großkonzerne zu stemmen.

Inmon glaubt an die nächste Generation von Anbietern mit skalierbaren Lösungen, die überall im Unternehmen eingesetzt werden können. Skalierbarkeit bezieht sich dabei nicht nur auf die Menge an Daten, sondern auch auf die Menge an Transaktionen.

Für quelloffene Software sprächen neben den geringeren Kosten auch die Unabhängigkeit von einem kommerziellen Anbieter und die Expertise innerhalb der Community.

Gerade dieser letzte Punkt liegt Inmon am Herzen. Datenintegration habe sich von einem vergleichsweise einfachen Vorhaben zu komplexen, abteilungsübergreifenden Projekten entwickelt. Weil Daten verschieden strukturiert seien, der Zugang nicht stringent geregelt werde und zu vieles ohne vernünftige Planung ablaufe, scheiterten solche Vorhaben nicht selten.

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