BI-Tools und Suiten im Test

Business Intelligence für Geizige

08. Oktober 2009
Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Auch für Business Intelligence im Unternehmen stehen Open Source-Tools zur Verfügung. Ob sich der Einsatz lohnt - wir haben es getestet.

Traditionell ist Business Intelligence (BI) die Domäne kommerzieller Hersteller wie SAS, Cognos oder Oracle. Deren BI-Systeme lassen kaum Wünsche offen. Sie verfügen über einen enormen Funktionsumfang und können problemlos an spezielle Firmenbedürfnisse angepasst werden.

Die BI-Suiten der kommerziellen Anbieter sind über Jahre und Jahrzehnte gewachsen und dementsprechend kostspielig. In erster Linie profitieren große Konzerne von den etablierten BI-Lösungen. Sie werden von der Funktionsvielfalt der Systeme gut bedient. Und sie können sich die Spezialisten leisten, die notwendig sind, um die BI-Lösungen zu betreiben und an unternehmensspezifische Belange anzupassen.

Für kleinere und mittelständische Unternehmen sind die Anschaffungs- und Folgekosten kommerzieller Systeme hingegen oft nicht zu stemmen. Vor allem wird in kleineren Unternehmen meist nicht der volle Funktionsumfang einer kompletten BI-Suite benötigt, sondern nur ein ausgewählter Teilbereich - etwa für das Reporting oder die Datenanalyse.

In diese Lücke können Open Source BI-Lösungen stoßen. Der große Vorteil: Sie sind lizenzfrei und damit kostengünstig. Und sie sind oft auf spezielle, betriebliche Anforderungen ausgerichtet. Die Auswahl ist inzwischen ganz beachtlich: Der Markt bietet immer mehr und immer ausgefeiltere Open-Source-Tools, die kaum mehr Lücken offen lassen.

Das Open Source Angebot umfasst aber nicht nur BI-Lösungen für Einzelanwendungen, sondern auch komplette BI-Suiten. Meist handelt es sich um eine Zusammenstellung bereits existierender, isolierter Applikationen, die aufeinander abgestimmt wurden.