Service ist entscheidendes Kriterium für Auswahl des Providers

CIOs wollen Kosten für Netzwerke senken

30. März 2005
Von Dorothea Friedrich
Kostenreduzierung steht bei IT-Entscheidern weltweit in den kommenden zwei Jahren ganz oben auf der Liste ihrer Netzwerkprioritäten. Für zwei Drittel der europäischen CIOs ist Kostensenkung der entscheidende Faktor. Erhöhte Bandbreiten und Netzwerk-Sicherheitslösungen sind ebenfalls wichtige Themen. Für deutsche CIOs spielt zudem die Verfügbarkeit eine große Rolle. Das ist das Ergebnis einer Studie von ICM Research.

Im Gegensatz zu ihren europäischen Kollegen sehen deutsche CIOs die Verfügbarkeit ihrer NetzwerkeNetzwerke als eines der Hauptkriterien (30 Prozent). Sicherheit steht bei ihnen erst auf Platz acht (zehn Prozent). Auch auf die Service-Qualität achten sie mehr, als das generell in Europa der Fall ist. Sie nimmt bei deutschen CIOs Rang vier (13 Prozent) ein. An dieser Stelle haben die befragten europäischen IT-Manager die Datenkonvergenz angesiedelt. Alles zu Netzwerke auf CIO.de

Gesucht: leistungsfähige Provider

Bei der Entscheidung für einen Netzwerk-Provider nannte die Hälfte der europäischen IT-Verantwortlichen niedrige Gesamtkosten als entscheidend. In Deutschland waren es mehr als zwei Fünftel. Die Leistungsfähigkeit des Providers im Service-Bereich spielt für deutsche CIOs eine wichtigere Rolle als sonst in Europa. Sie ist für sie eines der Hauptentscheidungskriterien noch vor der Ausfallsicherheit. Diese wiederum steht europaweit an zweiter Stelle.

Viel zu viel Zeit verbringen CIOs nach eigenen Angaben immer noch mit Netzwerk-Management. Jeder fünfte IT-Verantwortliche in Europa braucht mehr als einen Tag in der Woche zur Behebung von WAN-Problemen. Das wäre nach seiner Auffassung eigentlich Sache des Providers. Netzwerkfehler sind dabei das größte Problem.

Für mehr als die Hälfte der europäischen und drei Viertel der deutschen CIOs ist die Unfähigkeit ihrer Provider, nach einem Ausfall schnell die volle Netzwerkkapazität wieder zur Verfügung zu stellen, das größte Ärgernis. Ebenso viele deutsche IT-Chefs (45 Prozent in Europa) klagen darüber, dass Netzwerkfehler nicht schnell genug erkannt werden.