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Mercedes me

Daimler verbessert digitalen Kundenservice

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategischen und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.

Wartungsangebot auf Knopfdruck

Die vierte Komponente, "Assist me", soll dem Mercedes-Fahrer helfen, bei einem Unfall oder einer fälligen Wartung die für ihn günstigste Werkstatt zu finden und möglichst gleich ein Angebot zu erhalten - sofern sich der gewählte Servicepartner an das System angeschlossen hat. "Das ist nicht nur eine nette Website", stellt Gorriz klar, "sondern ein integriertes Dienstleistungsangebot."

Für Vertragshändler und -werkstätten sollte die Teilnahme an Mercedes me kein Problem sein, beteuert der CIO. Sie seien über das Aftersales-Portal schon mit Daimler verbunden.

Mobil mit und ohne Auto

Zu den bereits vorhandenen Teilen des Pakets gehören vor allem das Car-Sharing-System "Car2go" und das Mobilitätskonzept "Moovel", das Autovermietung, Taxi-Rufdienst - über eine Kooperation mit der App "MyTaxi" - und sogar einen Autobus-Reisedienst einschließt. Diese Services wurden unter dem Slogan "Move me" zusammengefasst.

"Früher wurden öffentliche Verkehrsmittel nur von denen genutzt, die kein Auto hatten", stellt Gorriz in den Raum, um das Konzept der Dienstleistung aus einer Hand zu begründen: "Heute ist der öffentliche Nahverkehr selbstverständlicher Bestandteil der Mobilität - vor allem bei jüngeren Leuten." Da könne ein Fahrzeugbauer nicht so tun, als gäbe es nur den Autoverkehr: "Die Frage ist doch, wer dem Kunden empfiehlt, den Bus zu nehmen."

In Sachen Mobilitätskonzept ist Daimler ein Vordenker. Schon der "Smart" war seinerzeit erklärtermaßen nicht als Individualfahrzeug, sondern als Teil eines solchen Konzepts geplant. Dass es dann doch anders kam, hing wohl mit den begrenzten technischen Möglichkeiten zusammen: "Damals war das Internet noch nicht so weit", erläutert Klingler, "und mit SMS oder WAP kam man nicht weit." Heute gibt es schnelle Drahtlosverbindungen und komfortable SmartphonesSmartphones, die sich leicht als Fernbedienung für das eigene Lieblingsspielzeug nutzen lassen. Alles zu Smartphones auf CIO.de

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