iPhone


Apple auf dem Weg zum iPhone 5

Das iPhone 4S im Test

03. November 2011
Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Das iPhone 4S punktet mit Prozessor, Kamera und einer digitalen Assistentin. Die Spracherkennung mit dem Feature Siri hat jedoch ihre Tücken.
Das Apple iPhone 4S im Test.
Das Apple iPhone 4S im Test.
Foto: Apple

Apple hat mit dem iPhone 4S das jährliche Update seines Smartphone-Portfolios vorgestellt. Auf den ersten Blick ist das Gerät allerdings schwer zu erkennen, optisch gleicht es dem Vorgänger nahezu komplett. Lediglich seitlich sind jeweils zwei Gummi-Begrenzungen im Alurahmen eingelassen, diese sollen wohl das Empfangsproblem des iPhone 4 in den Griff kriegen. Ansonsten bleibt vieles gleich: Wieder gibt es ein Retina-Display, dessen berührungsempfindlicher Touchscreen eine Bildschirmdiagonale von 8,89 cm aufweist und Inhalte mit 960 x 640 Pixeln anzeigt. Die Darstellung der Inhalte ist dabei gewohnt gut. Allerdings wirkt das iPhone 4S im Vergleich mit der Konkurrenz beinahe schon winzig. Zum Vergleich: Das Android-Topmodell Samsung Galaxy S II besitzt einen Bildschirm mit 10,85 cm Diagonale, das Windows-Phone-7-Gerät HTC Titan bringt es sogar auf 11,9 cm.

Deutlich mehr hat sich im Inneren geändert: Das iPhone 4S setzt nun wie das iPadiPad 2 auf den A5-Chipsatz, der einen Dual-Core-Prozessor mitbringt. Interessant ist, dass AppleApple den Prozessor mit lediglich 800 MHz taktet - von den Spezifikationen her wären bis zu 1,2 GHz drin. Scheinbar soll so der Akkuverbrauch gebessert werden. In der Praxis wirkt sich das etwas aus. Alles zu Apple auf CIO.de Alles zu iPad auf CIO.de

In der Praxis bemerkt man die Verbesserungen nur bedingt: Apps und Funktionen laufen gewohnt schnell ab, das Smartphone reagiert wie immer flink auf Eingaben. Allerdings haben Spielehersteller wie Epic bereits Anwendungen angekündigt, welche den Prozessor deutlich mehr fordern sollen. Die Laufzeit ist ein wenig besser, spätestens jeden zweiten Tag muss das Smartphone aber an die Steckdose - die Ausdauer eines BlackberryBlackberry ist hier noch ein Wunschtraum. Eine große positive Änderung ist die Kamera: Endlich lassen sich anständige Fotos aufnehmen. Der Grund ist die neue 8 Megapixel-Kamera, der gute Linsen zur Seite stehen. Alles zu Blackberry auf CIO.de

Download-Raten von bis zu 14,4 MBit/s möglich

Einer der weiteren Haben-Punkte, den Apple auf der Webseite erwähnt, ist der Punkt "Welttelefon". Dahinter verbirgt sich lediglich eine Quad-Band-Funktion, sprich, Apple stellt für die USA kein separates CDMA-Gerät zur Verfügung. Für in Europa gekaufte Geräte ist dieser Punkt hinfällig, da diese sowieso mit GSM funken - und da es solche Netze auch in den USA gibt, konnten auch vor dem iPhone 4S europäische Apple-Smartphones in den USA telefonieren. Interessant ist dagegen das neue 3G-Modul. Damit sind theoretische Download-Raten von bis zu 14,4 MBit/s möglich. Das klappt allerdings nur, wenn der jeweilige Mobilfunkbetreiber sein Netz auch ausgebaut hat.