Die Mitarbeiter kriegen vom Aufschwung nichts ab

Deutsche Firmen knausern bei Sonderzahlungen

06. Februar 2008
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die Champagner-Korken knallen, die Jubel-Arien zum Aufschwung erschallen - allerdings nur in den Chef-Etagen. Die Belegschaft profitiert in den meisten deutschen Firmen nicht von der guten Konjunktur, wie eine Umfrage des Portals Monster zeigt. Knapp jeder Zweite bekommt demnach keinerlei Sonderzahlung.
Sonderzahlungen? Da sieht es in vielen Firmen mau aus.
Sonderzahlungen? Da sieht es in vielen Firmen mau aus.
Foto: MEV Verlag

49 Prozent der Befragten geben an, in keiner Weise am wirtschaftlichen Erfolg der Firma beteiligt zu werden. 20 Prozent bekommen ein dreizehntes Monatsgehalt.

19 Prozent erhalten statt eines zusätzlichen dreizehnten Gehalts dann einen Bonus, wenn die Geschäfte gut laufen. Und eine Minderheit von zwölf Prozent kann sich über ein dreizehntes Monatsgehalt und einen Bonus freuen.

Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide, legt sich für seine Studienteilnehmer ins Zeug und versichert, Ende 2008 würden möglicherweise mehr Angestellte ein zuätzliches Plus auf dem Konto finden. "Schließlich ist das für die Arbeitgeber auch eine Investition in die Zukunft, denn so etwas motiviert die Mitarbeiter für die weitere Arbeit", sagt er.

Insgesamt geht Monster davon aus, dass starre Modelle wie das Weihnachtsgeld immer seltener gezahlt werden, während flexible Zahlungen wie eben der leistungsbezogene Bonus im Trend liegen.