Hamburger IT-Strategietage


IT-Strategietage 2016

Die digitale BMW-Strategie

18. Februar 2016
Einen seiner ersten Artikel schrieb René Schmöl, Jahrgang 1982, mit 16 Jahren für die Tageszeitung Freies Wort. Es war ein Interview mit Hape Kerkeling. Dieser Erfolg motivierte ihn, weiterzumachen. Nach sieben Jahren im Lokaljournalismus und einer Ausbildung zum Verlagskaufmann folgte ein Volontariat bei der Verlagsgruppe Handelsblatt. Die zwei aufregendsten Jahre seines Lebens. Seit 2007 ist Schmöl in unterschiedlichen Positionen für IDG tätig. Momentan als Chef vom Dienst Online. Er kümmert sich um das Portal cio.de.
Elmar Frickenstein von BMW skizziert auf den Hamburger IT-Strategietagen 2016 die nächsten Schritte zum hochautomatisierten Fahren. BMW geht seinen eigenen Weg, öffnet sich aber auch für Partner.
Elmar Frickenstein, SVP for Electrics, Electronics and Driver Environment der BMW Group, sprach auf den Hamburger IT-Strategietagen über die neue Ära der Automobilindustrie.
Elmar Frickenstein, SVP for Electrics, Electronics and Driver Environment der BMW Group, sprach auf den Hamburger IT-Strategietagen über die neue Ära der Automobilindustrie.
Foto: Foto Vogt

"Wir sind jetzt 100 Jahre alt", betont Elmar Frickenstein, SVP for Electrics, Electronics and Driver Environment der BMWBMW Group. Er weiß, woher das Unternehmen kommt. Wenn BMW am 7. März 2016 seinen 100. Geburtstag feiert, ist die Strategie für die digitaledigitale Zukunft fertig. Es geht um eine Balance zwischen der alten und neuen Industrie. Top-500-Firmenprofil für BMW Alles zu Digitalisierung auf CIO.de

Hochautomatisiertes Fahren

"Vor vier Jahren bin ich mit einem hochautomatisierten FahrzeugFahrzeug von München nach Ingolstadt gefahren", sagt Frickenstein und ergänzt: "Das wird kommen." Für BMW ist der neue 7er der Einstieg in das autonome Fahren. Top-Firmen der Branche Automobil

Heute sind fünf Millionen BMWs der Kunden zu 100 Prozent vernetzt. Als der Dienst ConnectedDrive 2009 startete, stand die App Pandora bereit. Heute bietet BMW 85 Apps an. "Dadurch sind wir attraktiv geworden - für viele neue Player in der Welt", sagt Frickenstein.

Entwicklungszentren

Für neue Apps und die Anbindung von Partnern hat BMW viel Wissen aufgebaut und Mitarbeiter eingestellt. So betreibt die BMW Group heute Entwicklungszentren in Shanghai, Peking, Tokio, München, Ulm und im Silicon Valley. Bei BMW weiß man, dass die dortigen Mitarbeiter nicht alles selbst entwickeln können. Daher hat der Automobilhersteller vor wenigen Wochen die Integration des Dienstanbieters IFTTT ("If This Then That") im Auto vorgestellt.

Disruptiv auf der einen Seite, revolutionär auf der anderen. Das ist der Weg, den nicht nur BMW, sondern die gesamte Automobilindustrie gehen muss. Da ist sich Frickenstein sicher. Die gemeinsame Vision von Automobilherstellern und der IT-Industrie ist die Vernetzung auf allen Ebenen. Diese Vernetzung findet nicht nur im Auto statt, sondern auch außerhalb des Autos und in der gesamten Gesellschaft.

Für das hochautomatisierte Fahren braucht BMW ein Backend, das das Auto in der Spur hält. Dabei kommt der Kartendienst HERE ins Spiel. Eine hochgenaue digitale Karte ist die Voraussetzung für hochautomatisiertes Fahren. "Die ist auf zehn Zentimeter genau", sagt Frickenstein über den Kartendienst, den BMW zusammen mit den Wettbewerbern AudiAudi und DaimlerDaimler von Nokia gekauft hat und die diese nun gemeinsam betreiben. Top-500-Firmenprofil für Audi Top-500-Firmenprofil für Daimler

Mit jedem vernetzten Fahrzeug mehr, kommt in diesem Backend eine gewaltige Datenlast zusammen. Das BMW Backend verarbeitet beispielsweise aktuell 200 Pings pro Sekunde nur für den Dienst RTTI (Real Time Traffic Information). "Die vernetzte BMW-Flotte ist heute in der Lage 95 Prozent aller Autobahnen abzufahren", sagt Frickenstein. So ist das Auto Teil der Cloud und liefert ständig Daten.

Zur Startseite