Wann IT-Projekte scheitern

Die Strategie für IT-Transformation

28. April 2010
Von Joachim Philippi
Die Praxis zeigt, dass eine IT-Transformation ohne Change Management schnell scheitert. Im Zentrum müssen immer die Mitarbeiter stehen. Deshalb erweist sich eine Strategie der kleinen Schritte risikoärmer als ein übergestülptes Hau-Ruck-Verfahren, meint Joachim Philippi von Steria Mummert.
Joachim Philippi ist Bereichsvorstand Cross Industry Solutions bei Steria Mummert Consulting.
Joachim Philippi ist Bereichsvorstand Cross Industry Solutions bei Steria Mummert Consulting.
Foto: Steria Mummert Consulting

Den Begriff Transformation verwenden Unternehmen besonders gern, wenn sie den visionären Charakter ihrer erfolgskritischen IT-Strategien hervorheben wollen. Das Schlagwort entwickelt sich dabei zunehmend zu einem Sammelbegriff für alle IT-Projekte, vom einfachen Software-Upgrade bis hin zu den komplexesten Virtualisierungsvorhaben im Cloud ComputingCloud Computing. Damit sind große Hoffnungen verknüpft. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

IT-Transformation soll beispielsweise wundersam operative Kosten senken und gleichzeitig Kundenzufriedenheit steigern. Dieser Anspruch ist in der Praxis zum Scheitern verurteilt, wenn die harte Arbeit übersehen wird, die für eine erfolgreiche Projektumsetzung unumgänglich ist.

Ein häufiges Missverständnis bei der Transformation durch IT-Projekte ist der Gedanke, die Größe allein könne es richten. Der "Alles-auf-einmal"-Ansatz führt in der Regel zu ernsthaften Unverträglichkeiten. Entsprechend selten waren in den vergangenen zwei Jahren echte Megaprojekte im IT-Service Sektor zu beobachten.

In der Öffentlichkeit bekannt gewordene Fehlschläge bei der Umsetzung von IT-Projekten bewirkten ein Übriges. Unternehmen zeigen sich bei solchen Vorhaben zunehmend zurückhaltend und wollen sich zudem nicht zu sehr auf die Leistungen eines einzigen IT-Dienstleisters verlassen.