Strategien


Internet of Things

Die wichtigsten IoT-Skills für Unternehmen

Florian Maier beschäftigt sich mit dem Themenbereich IT-Security und schreibt über reichweitenstarke und populäre IT-Themen an der Schnittstelle zu B2C. Daneben ist er für den Facebook- und LinkedIn-Auftritt der COMPUTERWOCHE zuständig. Er schreibt hauptsächlich für die Portale COMPUTERWOCHE und CIO.
Das Internet der Dinge entwickelt sich zu einem milliardenschweren Markt, der Bedarf an IT-Fachkräften mit Spezialwissen steigt entsprechend stark. Wir sagen Ihnen, welche Fähigkeiten Ihre Mitarbeiter für eine erfolgreiche IoT-Strategie mitbringen sollten.

Das Internet der Dinge explodiert derzeit geradezu, mehr und mehr Devices werden auf den Markt geworfen. Das Problem für viele Unternehmen: es gibt nicht genug Fachkräfte mit den richtigen SkillsSkills, um IoT-Projekte zu managen und auszuführen. Laut den Analysten von Gartner ist eine unzulängliche Personalbesetzung derzeit die maßgebliche Hürde für viele Unternehmen, wenn es darum geht das Internet of Things gewinnbringend in ihre unternehmerische Gesamtstrategie zu integrieren. Alles zu Skills auf CIO.de

Internet of Things: Diese Skills brauchen Unternehmen

Ryan Johnson vom Personalvermittler Upwork pflichtet bei: "Tech-Unternehmen auf der ganzen Welt organisieren sich und entwickeln IoT-Strategien. Es hapert oft daran, dass sie weder über die Prozesse noch die Inhouse-Fachkräfte verfügen, um solche Projekte umzusetzen." Deshalb haben sich Johnson und sein Team durch die umfassende Upwork-Datenbank "gewühlt" und die Top 10 Skills identifiziert, die Unternehmen für eine erfolgreiche IoT-Strategie benötigen. Die Ergebnisse präsentieren wir Ihnen in Kurzform in der nachfolgenden Bildergalerie, mehr Informationen gibt es im Fließtext darunter.

IoT-Skills in Unternehmen: Top 10

  1. Schaltkreisdesign: Geht es um Connected Devices, müssen Unternehmen sicherstellen, dass Chip-Design und -Entwicklung sich an den neuen Systemanforderungen orientieren. Applikationen, die beispielsweise von Batterien abhängig sind, brauchen unter Umständen spezielle Schaltkreise um den Energieverbrauch zu minimieren oder gleich mehrere Chips und Sensoren auf einer Platine. Laut Ryan Johnson sei insbesondere bei Flachbaugruppen und 3D-Design ein deutlicher Anstieg der Nachfrage zu verzeichnen.

  2. Mikrocontroller-Programmierung: Das IoT besteht aus Milliarden kleiner, miteinander vernetzter Devices. Die meisten dieser Devices brauchen zumindest einen Mikrocontroller, um Daten verarbeiten zu können. Mikrocontroller sind günstige, energiesparende Chips, deren Programm- und Datenspeicher Teil des Systems sind. "Insbesondere wenn es um die Programmierung von Mikrocontrollern geht, sehen wir eine starke Nachfrage nach IT-Fachkräften, die Erfahrung mit der Programmiersprache Arduino haben. Diese kommt regelmäßig zum Einsatz bei Automatisierungs- und Sensor-Projekten", gibt Johnson preis.

  3. AutoCAD: AutoCAD ist die derzeit am meisten verbreitete Design Software für Applikationen und erfährt aufgrund der Komplexität von IoT-Devices einen enormen Boom. Das liegt daran, dass gerade diese vernetzten Geräte nach völlig neuen Design-Grundsätzen entwickelt werden müssen - zum Beispiel wenn es um Hardware-Standardisierung oder Personalisierung geht. "Produktentwicklungs-Prozesse müssen künftig in der Lage sein, Änderungen am Design auch in fortgeschrittenen Projektphasen schnell und effizient einzubinden. Ein idealer Use-Case für Freiberufler, die fit in AutoCAD sind", meint Johnson.

  4. Machine Learning: Smarte Appliances und Applikationen entstehen durch Machine-Learning-Algorithmen, die Sensordaten verarbeiten. Diese Algorithmen können zu Zwecken der Predictive Data Analysis verwendet werden. Das erfordert allerdings Experten für Big Data Management und Machine Learning. "Im Rennen um Wettbewerbsvorteile suchen Unternehmen händeringend nach Data Scientists, die mit adaptiven Algorithmen und Data Analytics einen Wert aus den IoT-Daten ziehen", so Johnson.

  5. Security Infrastruktur: Laut einer Studie von TEKsystems hindert die steigende Angst vor Datenlecks Unternehmen maßgeblich daran, im IoT durchzustarten. "Firmen die bereits Erfahrung in Sachen Cloud Security haben, verfügen bereits über eine gute Basis. Allerdings machen die weitergehende Skalierung und Komplexität des Internet of Things die Dinge kompliziert. Geht es um Security Infrastructure, sehen wir eine stark steigende Nachfrage nach Entwicklern für Netzwerk-Sicherheit und Programmierer", so Johnson.

  1. Big Data: Das Internet der Dinge hat die Menge der Daten, die Unternehmen sammeln und auswerten, vervielfacht. Die Kunst besteht nun darin, redundante Datensätze direkt bei der Erhebung auszusortieren und relevante Daten zu schützen. Johnson spezifiziert weiter: "Mit dem IoT- und Big-Data-Boom geht eine stark steigende Nachfrage nach Data Scientists und Back-End-Entwicklern einher, die die divergenten Datenströme organisieren und analysieren können. Insbesondere Fachkräfte mit Erfahrung in Hadoop und Apache Spark werden gesucht."

  2. Elektrotechnik: Die nächste Generation der Connected Devices braucht nicht nur Software, sondern auch technische Expertise, wie Johnson klarstellt: "Elektrotechniker und -Ingenieure werden eingestellt, um bei der Entwicklung der Devices für mobile Applikationen zu helfen, aber auch wenn es um GPS-Integration und Kommunikationssysteme geht."

  3. Security Engineering: IT-Sicherheit gehört zu den größten Sorgenkindern für den IoT-Markt. Prominente Datenlecks und Hacks haben nicht nur bei Unternehmen, sondern auch bei den Konsumenten ein neues Bewusstsein für IT-Security geschaffen. "Um sich möglichst umfassend gegen potentielle Risiken abzusichern, investieren Unternehmen in Security Engineering. So sollen sowohl physische als auch logische Sicherheitslücken in IoT-Devices identifiziert und beseitigt werden. Fachkräfte mit Erfahrung in Bedrohungsanalyse sind besonders gesucht", weiß Johnson.

  4. Node.js: Bei Node.js handelt es sich um eine Open-Source-Entwicklungsumgebung für Server. Sie kommt zum Einsatz, um Devices wie etwa den Raspberry Pi zu managen. Node.js wird für immer mehr Entwickler zur Option, die ihre bereits bestehende Expertise in Sachen IoT-App-Entwicklung weiter ausbauen wollen. Zudem stelle - so Johnson - Node.js sehr niedrige Anforderungen an die Ressourcen und sei somit ideal für datenintensive IoT-Szenarien geeignet: "Egal, ob Wearables oder Machine-to-Machine-Kommunikation, Node.js wird immer mehr die Plattform und Sprache der Wahl für das Internet der Dinge."

  5. GPS-Entwicklung: Der GPS-Markt steht dank des Internet of Things vor einer Renaissance. Insbesondere bei Unternehmen, die im Bereich Wearables, Connected Cars oder Logistik tätig sind, weiß der Personalvermittler: "Das schafft eine Nachfrage nach Fachkräften, die bei der Entwicklung von GPS-Technologie für diese und andere Bereiche des IoT unterstützen können."

Dieser Artikel basiert in Teilen auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation cio.com.

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