Projektmanagement


Forrester: Gründe und Tipps

Drei Viertel der Projekte scheitern

02. Januar 2012
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Die Erfolgsbilanz im Projektmanagement ist in vielen Firmen desaströs. In einer Studie spürt Forrester den Ursachen nach und gibt Verbesserungsratschläge.
CIOs sind bessere Ansprechpartner für PMOs als CFOs und CEOs. Aber beileibe nicht die besten überhaupt, wie diese Übersicht zeigt.
CIOs sind bessere Ansprechpartner für PMOs als CFOs und CEOs. Aber beileibe nicht die besten überhaupt, wie diese Übersicht zeigt.
Foto: Forrester Research

Das Image firmeninterner Projektmanagement-Büros (PMOs) ist lausig. Durchaus zu recht, wie eine aktuelle Studie von Forrester Research zeigt. Die Hälfte der ProjekteProjekte scheitere innerhalb von zwei Jahren, binnen drei Jahren seien es sogar drei Viertel, berichtet Analystin Margo Visitacion. Die Gründe dafür lägen sowohl innerhalb als auch außerhalb der PMOs, so Forrester weiter: Es fehle einerseits an Business-Support, andererseits an werthaltigen Ergebnissen. Alles zu Projekte auf CIO.de

Alles in allem betont Visitacion erkennbar stärker die hausgemachten Versäumnisse. „PMOs scheitern, weil sie sich in der taktischen Ausführung verlieren und das große Ganze nicht im Blick haben“, beobachtet die Analystin. „Weil sie sich zu sehr auf ihre Projekte und Best Practices fürs ProjektmanagementProjektmanagement versteifen, anstatt die richtigen Projekte zur richtigen Zeit anzubieten.“ Den Verantwortlichen im Projektmanagement möge es selbst so vorkommen, dass sie nicht nein sagen könnten. In Wirklichkeit täten sie es aber die ganze Zeit. Alles zu Projektmanagement auf CIO.de

Ein echter Leberhaken also, den Forrester Research hier austeilt. Aber das Analystenhaus gibt sich in der Studie durchaus verständnisvoll Mühe, die Ursachen des häufigen Versagens zu verstehen und kurierende Hilfestellung zu leisten. Offensichtlich habe die Reporting-Struktur Einfluss darauf, inwieweit PMOs mit ihren Problemlagen von Business-Seite verstanden würden. Der CFO ist hierbei der schlechteste Partner, der CIO aber auch nicht wirklich der beste.

Business fehlt Verständnis fürs Projektmanagement

73 Prozent der an den Finanzchef berichtenden PMO-Verantwortlichen nennen als größte Herausforderung überhaupt, beim Business Verständnis fürs Projektmanagement zu wecken. 60 Prozent sind es in der Gruppe, die direkt an den CEO berichtet, nur 57 Prozent bei ReportingReporting an den CIO. Der IT-Chef schneidet als Ansprechpartner also in der Regel besser ab als die C-Level-Kollegen. Deutlich weniger ausgeprägt ist das Verständnisproblem aber, wenn die PMOs an in der Hierarchie nicht ganz oben angesiedelte Manager aus den Fachabteilungen berichten. Alles zu Reporting auf CIO.de

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