Speicherdienst

Dropbox will Daten deutscher Firmenkunden in Deutschland speichern

11. Februar 2016
Der Online-Speicherdienst Dropbox will Daten deutscher Unternehmenskunden demnächst nur noch in Deutschland lagern.
Die Speicherung der Daten in Deutschland solle Dropbox zufolge voraussichtlich vom dritten Quartal an verfügbar sein.
Die Speicherung der Daten in Deutschland solle Dropbox zufolge voraussichtlich vom dritten Quartal an verfügbar sein.
Foto: dropbox.com

"Wir bauen eine entsprechende Infrastruktur zur Speicherung der Daten in Deutschland auf", sagte der für das Tagesgeschäft zuständige Top-Manager Dennis Woodside dem Magazin Wirtschaftswoche. Das Unternehmen werde allerdings kein eigenes Rechenzentrum eröffnen. Dropbox nutzt Cloud-Dienste von Amazon, bei denen auch eine regionale Speicherung der Daten möglich ist. Amazon hatte im Oktober 2014 die Eröffnung eines AWS-Rechenzentrums in Frankfurt/Main angekündigt.

Es wäre das erste Mal, dass Dropbox Daten außerhalb der USA aufbewahre. Die Speicherung in Deutschland solle voraussichtlich vom dritten Quartal an verfügbar sein. Das Angebot richte sich zunächst nur an Unternehmenskunden, könnte aber später auf Privatnutzer ausgeweitet werden.

Im deutschsprachigen Raum nutzten 30 Millionen Kunden den Dienst, darunter seien aber nur 4000 Unternehmenskunden, hieß es weiter. Das Speichern der Daten in Deutschland solle vor allem Firmen von dem Angebot überzeugen, die bisher Datenschutzbedenken gegen ein Speichern auf US-Servern haben. Im vergangenen Jahr war die Safe-Harbor-Regelung zur einfachen Speicherung der Daten in den USA gekippt worden, das machte die rechtliche Lage für viele US-Unternehmen komplizierter. (dpa/rs)

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