Open-Source muss Applikationen stärker unterstützen

E-Mail-Anwendungen gefährden Erfolg von Linux

06. Dezember 2005
Von Tanja Wolff
Das Fehlen von leistungsfähigen E-Mail-Anwendungen könnte die Durchsetzung von Linux auf dem Desktop ernsthaft behindern. Laut einer Umfrage von Open Source Development Labs (OSDL) meinen 41 Prozent der Teilnehmer, dass außerdem die Applikationen künftig besser unterstützt und eingebunden werden müssen.

Der Studie zufolge sollten die Anbieter, eine hochwertige E-Mail-Applikation für Linux Desktops entwickeln. Schließlich ist E-Mail, unabhängig von der Plattform, die wichtigste Anwendung im Geschäftsalltag.

Für Unternehmen spielen außerdem Büro-Lösungen und Datenbank-Applikationen eine wichtige Rolle beim Einsatz von Linux. Die Befragten legen weniger Wert auf Instant Messaging und Personal Information Manager (PIM). 28 Prozent halten Audio oder Video Player für unrelevant.

Die mangelnde Unterstützung von Peripheriegeräten und der Schulungsaufwand sind zwei weitere Gründe, die den zögerlichen Einsatz von Linux auf dem Desktop erklären. Den Umfragteilnehmern zufolge kann dieses Problem gemildert werden, wenn die Open-Source-Software mehr gängige Desktop-Applikationen wie MicrosoftMicrosoft Office oder Adobe Photoshop unterstützen würde. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Unternehmen lassen sich häufig von ihren Angestellten zu einem Einsatz von Linux auf dem Desktop überzeugen.
Unternehmen lassen sich häufig von ihren Angestellten zu einem Einsatz von Linux auf dem Desktop überzeugen.

Laut der Untersuchung ist eines der Top-Argumente für eine Einführung von Linux im Desktopbereich, dass die Mitarbeiter mit dem Betriebssystem arbeiten möchten. 17 Prozent nennen als Hauptgrund, dass die Konkurrenz erfolgreich mit der Einführung von Open-Source ist. Häufig genannt wurden außerdem Kosten- und Sicherheitsaspekte.