Spam behindert Produktivität

E-Mails belasten die Mitarbeiter

11. Juli 2006
Von Tanja Wolff
E-Mails rauben deutschen Mitarbeitern zunehmend ihre Arbeitszeit. Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer beklagt sich darüber, dass per E-Mail oft überflüssige oder sinnlose Informationen ausgetauscht werden. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid.

Mehr als ein Drittel der Befragten gab an, dass die Belastung durch viele E-Mails zugenommen hat. Jeder fünfte fühlt sich in seiner Konzentration gestört und weitere 20,9 Prozent werden durch die E-Mail-Flut von ihrer Arbeit abgehalten. Außerdem kritisieren 21,4 Prozent, dass wichtige Nachrichten in den übervollen Postfächern untergehen.

Laut der Studie lesen 27,6 Prozent neue E-Mails sofort nach dem Eintreffen. Mehr als die Hälfte schaut sich seine elektronische Post nach Feierabend oder am Wochenende von zu Hause aus an.

Außerdem fühlt sich mehr als ein Drittel der Umfrageteilnehmer unter Druck gesetzt. Am Arbeitsplatz haben die User das Gefühl, dass eine E-Mail schnell beantwortet werden muss. Aus diesem Grund öffnen mehr als ein Viertel eine Nachricht, sobald sie angekommen ist. 29,3 Prozent überprüfen ihr Postfach zwar nicht stündlich, dafür aber mehrmals am Tag.

Schätzungen zufolge werden täglich rund 60 Milliarden E-Mails verschickt, so die Untersuchung. Ein Großteil davon sei unsauber verfasst und erzeuge dadurch zeitraubende Missverständnisse.