Projektergebnisse sind vielfach besser als erwartet

Firmen sind zufrieden mit ITIL

29. Dezember 2006
Von Tanja Wolff
Deutsche Unternehmen sind zufrieden mit ihren ITIL-Projekten. Sie bewerten den internationalen Standard zur Gestaltung von IT-Prozessen durchschnittlich mit der Note "gut". Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Beratungshauses Infora.
Gute Noten für ITIL.
Gute Noten für ITIL.

Eine Vielzahl der Befragten gab an, dass die Projektergebnisse häufig besser ausfallen als erwartet. Und das, obwohl die Realisierung der Maßnahme mehrheitlich mit erheblichen Anstrengungen verbunden ist. Fast drei Viertel der IT-Verantwortlichen bezeichnen den Schwierigkeitsgrad der bisherigen Projekte als hoch bis sehr hoch.

Vorteile, die sich in der Praxis positiver als erwartet herausgestellt haben.
Vorteile, die sich in der Praxis positiver als erwartet herausgestellt haben.

Bei den Nutzenvorteilen von ITILITIL führt die Verfügbarkeit der IT-Prozesse das Ranking an. Sie wird von jedem zweiten der Befragten besser bewertet, als zum Start der ITIL-Maßnahmen geplant. Für etwa 40 Prozent haben auch die Ergebnisse bei der Benutzerzufriedenheit und Qualität der IT-Services sowie die StandardisierungStandardisierung bei den IT-Prozessen die Projekterwartungen deutlich überschritten. Mehr als ein Drittel der ITIL-Anwender hat zudem mehr Kosten gespart als zuerst vermutet. Alles zu ITIL auf CIO.de Alles zu Standardisierung auf CIO.de

Firmen bewerten den Schwierigkeitsgrad ihrer bisherigen ITIL-Projekte größtenteils als hoch bis sehr hoch.
Firmen bewerten den Schwierigkeitsgrad ihrer bisherigen ITIL-Projekte größtenteils als hoch bis sehr hoch.

Laut der Analyse liegt der Grund für die positiven Ergebnisse bei der Projektumsetzung auf der einen Seite darin, dass ein Spannungsfeld zwischen der kontinuierlich wachsenden Komplexität und den IT-Service-Strukturen existiert hat. "Die Gestaltung der IT-Prozesse hat in der Vergangenheit häufig mit den dynamischen technischen Veränderungen nicht ausreichend Schritt gehalten, so dass eine immer größere Schere zwischen dem Ist-Status und den Erfordernissen entstanden ist", sagt Till Poser, Berater bei Infora.

Auf der anderen Seite hat es dem IT-Service-Management an einer systematisch angelegten Prozessorientierung gefehlt. Poser zufolge entwickelt sich im Zusammenwirken beider Faktoren eine strukturelle Leistungsbeschränkung, die durch den ITIL-Einsatz schnell aufgelöst werden kann.