IT-Governance: Firmen orientieren sich an ITIL

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25. Februar 2010
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Viele Firmen haben noch Nachholbedarf in der Compliance und tun sich etwa mit der Erfüllung der Basel II-Anforderungen schwer. Dennoch ist die große Mehrheit mit der eigenen IT-Governance zufrieden, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.

Die europäischen Großunternehmen sehen sich in Sachen IT-Governance gut aufgestellt. In einer Umfrage des Outsourcing-Dienstleisters Orange Business Services gaben 85 Prozent der Firmen an, mit ihrem bestehenden IT-Governance-Modell zufrieden zu sein.

Auf recht unterschiedliche Weise setzen die Unternehmen allerdings die verschiedenen Best-Practice- und Zertifizierungs-Ansätze um. Orange Business Services fragte konkret nach dreien: IT Infrastructure Library (ITILITIL), Sarbanes Oxley/Basel II und Control Objectives for Information and Related Technology (Cobit). „Es zeigt sich klar, dass der ITIL-Rahmen am meisten implementiert ist, gefolgt von Sarbanes Oxley/Basel II und Cobit”, heißt es im Fazit der Studie. Alles zu ITIL auf CIO.de

Ganz so einfach erscheint das Bild allerdings nicht. 15 Prozent der Unternehmen bewerteten ihre ComplianceCompliance mit dem ITIL-Standard, der die Effizienz der IT im Hinblick auf die Business-Ziele gewährleisten soll, als „sehr hoch“. Knapp 37 Prozent antworteten mit „hoch“. Tatsächlich äußerst klein ist der Anteil der Firmen, die sich überhaupt nicht an ITIL orientieren. Nur 5 Prozent beurteilen ihre Compliance mit ITIL als „sehr niedrig“. Alles zu Compliance auf CIO.de

Demgegenüber steht allerdings ein hoher Anteil von Firmen, für die die Eigenkapital- und Berichterstattungsvorschriften des Sarbanes-Oxley Acts und von Basel II maßgeblich sind. 23 Prozent reklamieren hier eine sehr hohe Compliance. Immerhin weitere 21 Prozent berichten, dass sie auf hohem Niveau an der Erfüllung dieser regulatorischen Kriterien arbeiten. Fast 15 Prozent geben ihre Compliance mit Sarbanes Oxley und Basel II hingegen als „sehr niedrig“ an.

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