E-Learning

Geht doch!

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Blended E-Learning fristet noch immer ein Schattendasein, weil Unternehmen diese Technik nicht richtig umsetzen. Die Universität St. Gallen zeigt, wie es funktionieren kann.

In anderen Ländern längst eine Selbstverständlichkeit, ist Weiterbildung in Deutschland oft Privatsache. Doch Fortbildung wird für Mitarbeiter wie für Unternehmen immer wichtiger. Bisher allerdings störte die Mitarbeiter beim reinen Lernen am Computer, dass sie sich zu wenig mit anderen austauschen konnten. Das ergab eine Umfrage der Universität St. Gallen.

Die Mitarbeiter des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Uni St. Gallen stellten einen gespaltenen Ruf fest: "Auf der einen Seite wollen Mitarbeiter diese Lernweise kennenlernen und mögen sie. Auf der anderen Seite reagieren viele mit Bedenken und Ablehnung. "E-Learning allein reicht nicht aus, um komplexe Dinge wirklich zu begreifen. Viele der Lernenden wünschten sich in der Befragung zusätzlich ein Follow-Up zum E-Learning“, sagt Institutsmitarbeiter Florian Heidecke.

E-Learning richtig gestalten.
E-Learning richtig gestalten.

Wie so häufig liegt das Ziel in der Kombination zweier Ansätze, dem sogenannten Blended Learning. Das "integrierte oder vermischte Lernen" bezeichnet eine Lernorganisation, bei der Präsenzveranstaltungen und E-Learning miteinander kombiniert werden.

Blended Learning bringt mehr

Die E-Learning-Forscher am Schweizer Learning Center von Professor Andra Back wollten genau wissen, wie Unternehmen die Bedenken gegen E-Learning überwinden können. Im Auftrag des Schweizer E-Learning-Anbieters Glenfis, Spezialist für ITIL-Zertifizierungen am PC, gingen sie der Frage nach: "Wie kann E-Learning so angepasst werden, dass auch die Kritiker überzeugt sind?" Denn das erwartete Kundeninteresse am E-Learning-Programm von Glenfis war bisher ausgeblieben. Dafür führten Universitätsmitarbeiter Experteninterviews mit Kunden des Schulungsanbieters und analysierten die vorhandene E-Learning-Lösung. Heraus kamen Guidelines, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter kosteneffizient und dauerhaft schulen können.

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