BSH-CIO Jürgen Sturm spricht auf der CIO-Soiree zu Green-IT

"Grün durch IT" bringt viel mehr als "Grün in der IT"

20. April 2009
Von Hartmut  Wiehr
Die Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) hat eine Rechenzentrums-Konsolidierung abgeschlossen, die an CO2-Einsparung vorbildlich ist. Jürgen Sturm, CIO bei BSH wird auf der CIO-Soiree am Mittwoch, 22. April, im Münchener Charles Hotel genaue Zahlen zum Projekt vorlegen, das ihn selbst überrascht habe. Selbstkritisch merkt er jedoch an: "Grün durch IT bringt noch viel mehr als Grün in der IT"
Jürgen Sturm, CIO bei BSH wird auf der CIO-Soiree am Mittwoch, 22. April, im Münchener Charles Hotel genaue Zahlen zum Projekt vorlegen.
Jürgen Sturm, CIO bei BSH wird auf der CIO-Soiree am Mittwoch, 22. April, im Münchener Charles Hotel genaue Zahlen zum Projekt vorlegen.

Getragen von den Leitlinien des Konzern ("Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft") hat die IT-Abteilung 2005 das Projekt der RZ-Konsolidierung angestoßen. Es sei zwar auf VirtualisierungVirtualisierung, Energieeffizienz und langfristige Kostenersparnis ausgerichtet gewesen, doch damals noch nicht wirklich "grün" gelabelt gewesen. Echte "Green IT" müsse auch noch mehr leisten, meint Sturm. Alles zu Virtualisierung auf CIO.de

Mindestens genau so wichtig sei es, endlich allgemein gültige Standards und Green-Labels für IT-Produkte wie Notebooks oder Server zu verabschieden. So wie man bei BSH die IT-Infrastruktur ständig nach Nachhaltigkeitskriterien neu organisiere und optimiere, erwarte man dies auch von den IT-Herstellern insgesamt. Hier sieht CIO Sturm noch einen großen Nachholbedarf. Bei der Produktion von Haushaltsgeräten sei man schon viel weiter: So gibt es seit Jahren Labels für Energieverbrauch und Umweltschutz.

Sturm sieht aber noch viel mehr Potential für einen nachhaltigen Energieverbrauch in der Gesellschaft: Als Beispiele nennt er den Beitrag von IT für die Steuerung von Heizung und Klimatisierung von Gebäuden oder die BSH-Entwicklung des Kochers "Protos", der mit ganz normalen Pflanzenölen anstelle von Holz oder Speiseresten funktioniert. Mit Protos könnten sich viele Entwicklungsländer endlich von herkömmlichen Kochverfahren befreien, bei denen durch weitgehendes Abholzen der Wälder die Umwelt extrem geschädigt wird. Außerdem bekommen viele Menschen durch die Abgasentwicklung bei den traditionellen Feuerstellen lebensgefährliche Atemwegeerkrankungen.

Sturm sieht BSH auf dem richtigen Weg: Immerhin hat sein Unternehmen Ende letzten Jahres den Preis für "Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen" überreicht bekommen. Das an allen Standorten eingeführte Umweltmanagement hat auch in der IT-Abteilung dazu geführt, die IT auf Grund konkreter Vorgaben zu konsolidieren und an der Energieeffizienz auszurichten.

Mehr Infos zur CIO-Soiree finden Sie hier.

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