IT-Sicherheit wird zur Chefsache

Gute Chancen für Sicherheitsmanager

13. Dezember 2005
Von Dorothea Friedrich
In fast 40 Prozent der europäischen Unternehmen haben der CEO oder der Vorstand die oberste Verantwortung für IT-Sicherheitsfragen. Gleichzeitig gewinnt der Beruf des IT-Sicherheits-Managers immer mehr an Bedeutung. Das ergab die zweite "Global Information Security Workforce Study“ des Marktforschungsunternehmens IDC im Auftrag des ISC (International Information Systems Security Certification Consortium).

Informationssicherheit wird für Risiko-Management und IT-Governance-Strategien immer wichtiger. Deshalb nehmen die Marktforscher an, dass sich auch in Zukunft die Verantwortlichkeit hierfür auf die höheren Entscheidungsebenen verlagert.

Ein Großteil der befragten IT-Sicherheitsfachleute - 73 Prozent weltweit und 77,8 Prozent in der EMEA-Region - erwartet, dass ihr Einfluss im Management und im Vorstand in den kommenden zwölf Monaten zunehmen wird. Ein Grund liegt darin, dass Unternehmen zunehmend Geschäfts- und Sicherheitsstrategien entwickeln, die Teil von umfassenden Risiko-Management-Programmen ihrer Firmen sind.

Anteil des IT-Sicherheitsetats für Personal und Training. (Quelle IDC)
Anteil des IT-Sicherheitsetats für Personal und Training. (Quelle IDC)

Unternehmensführung und Sicherheitsexperten beschränken sich demnach also nicht mehr auf rein technische Sicherheitsfragen, sondern erarbeiten allgemeine Risiko-Management-Strategien.

"Die Informationssicherheit wird inzwischen als wichtiger Beitrag zum Unternehmenserfolg verstanden und nicht mehr als reiner Kostenfaktor. Die Sicherheitsspezialisten werden deshalb immer öfter in strategische Diskussionen auf oberster Führungsebene einbezogen“, sagte Rolf Moulton, Präsident und Interim-CEO von ISC: "Man hat also erkannt, dass die Qualifikation von Sicherheitsexperten von entscheidender Bedeutung für eine wirkungsvolle Sicherheitsstrategie ist.“