Gewinner und Verlierer - Hoffen auf 2010

IT-Ausgaben 2009: Analysten senken Prognosen

24. November 2008
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Der deutsche IT-Markt wächst im kommenden Jahr infolge der Finanzkrise nur um rund ein Prozent statt um vier, wie bisher prognostiziert. Analysten erwarten, dass Outsourcing, Virtualisierung, Software as a Service und Open Source zulegen.
Entwicklung der IT-Ausgaben in Deutschland laut PAC
Entwicklung der IT-Ausgaben in Deutschland laut PAC

Analysten von IDC, Pierre Audoin Consultants (PAC) und Vanson Bourne haben in die Glaskugel geguckt: Wie wirkt sich die Finanzkrise auf die IT-Ausgaben im kommenden Jahr aus? Fazit: Westeuropäische CIOs trifft es härter als ihre osteuropäischen Kollegen. Und: Outsourcing-Anbieter können das geflügelte Wort von der "Krise als Chance" umsetzen, wenn sie billig genug sind.

Dabei haben die Fachleute von IDC ihre ursprünglichen Prognosen für 2009 nach der Krise revidiert. So hatten sie für Westeuropa zunächst ein Wachstum von vier Prozent vorausgesagt. Jetzt rechnen sie nur noch mit einem Prozent Plus. In Osteuropa dürften die IT-Ausgaben mit neun Prozent deutlich stärker wachsen, allerdings war IDC hier ursprünglich von 16 Prozent Steigerung ausgegangen.

Wie Marcel Warmerdam, Research Director European IT Markets, berichtet, legen viele Entscheider IT-Projekte erst einmal auf Eis oder sagen sie sogar ganz ab. Insbesondere bei der Hardware müssten Neuanschaffungen warten. Im Bereich Infrastruktur würden aber auch Software-Upgrades verschoben. Steven Frantzen, Senior Vice President EMEA Research, hat jedoch gute Nachrichten: Schon 2010 werden Investitionen in die Infrastruktur wieder steigen.

Die Analysten von PAC haben den deutschen Markt unter die Lupe genommen. Ihre Prognose ähnelt der von IDC für Westeuropa: Insgesamt ist ein zartes Plus von 1,2 Prozent zu erwarten. Aber schon im Jahr 2010 sollen es 1,8 Prozent sein.