IDC korrigiert Prognose - Erholung ab Mitte 2010

IT-Service-Markt wächst schwächer als erwartet

09. März 2009
Von Nicolas Zeitler
Der IT-Service-Markt in Westeuropa entwickelt sich dieses Jahr wohl deutlich schlechter als bisher angenommen. Das Geschäft wird nur um 0,6 Prozent wachsen. Wieder erholen wird es sich voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte 2010.

Auf 0,6 Prozent haben die Marktforscher von IDC ihre Wachstumsvorhersage für den westeuropäischen IT-Service-Markt gesenkt. Bisher waren sie von 2,6 Prozent Wachstum ausgegangen. Grund für die Senkung um zwei Punkte sei die anhaltende Wirtschaftskrise, lassen die Marktforscher wissen.

Im November hatten sie ihre erste Prognose vor dem Hintergrund der Krise veröffentlicht. Damals lagen die Bruttoinlandsprodukt-Erwartungen für Westeuropa bei durchschnittlich 0,5 Prozent für dieses Jahr. Mittlerweile ist der Wert weiter gesunken, auf ein Negativwachstum von 2,5 Prozent. Die Stimmung in der Wirtschaft sei auf einem Rekordtief, so IDC. Ausgabenstopps würden die Billigung neuer IT-Projekte beeinträchtigen.

"Viele ProjekteProjekte werden aufgeschoben werden, in ihrem Umfang eingeschränkt oder in kleinere Teile zerlegt werden", vermutet Laura Converso, Marktforscherin bei IDC. Bisher rechnet sie allerdings nicht damit, dass die Firmen im großen Stil Projekte streichen werden. Für Vorhaben zu den Themen Risiko-Management, M&A-Integration und Kosteneffizienz stünden die Chancen derzeit sogar eher gut. Mit Rückgängen zu rechnen sei hingegen bei Projekten, die besonders viel Personaleinsatz erforderten. Alles zu Projekte auf CIO.de

Den Anwenderkomfort fahren IT-Chefs in diesem Jahr offenbar deutlich zurück. IDC erwartet, dass im Support nur noch ein Mindestmaß an Dienst angeboten wird. Die Ausgaben auf diesem Feld sollen um zwei Prozent zurückgehen. Senken werden die Entscheider demnach auch ihre Ausgaben für neue Hardware und Lizenzen. Sogar um fünf Prozent zurückgehen werden in Europa laut der Vorhersage die Aufwendungen für IT-Schulungen.