Data Warehouses

Lange bewährt - immer noch gelitten

20. September 2011
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Mit dem Image eines IT-Dinosauriers geriet das Data Warehouse in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik. Doch die deutschen Unternehmen messen der zentralen Datenhaltung nach wie vor eine hohe Bedeutung zu.

Das Data Warehouse ist vielen Kritikern ein Dorn im Auge: Zu unflexibel, zu teuer und zu langsam sind die immer wieder vorgetragenen Argumente gegen die Haltung von Unternehmensdaten innerhalb eines zentralen Systems. Doch welchen Stellenwert erkennen die Unternehmen dem betriebseigenen Datenlager zu? Warum werden Data Warehouses eingesetzt und welche Ziele werden damit verfolgt und erreicht?

Einer Anwenderbefragung des Würzburger BARC Instituts zufolge ist das Data Warehouse allen Unkenrufen zum Trotz von höchster Wichtigkeit für die deutschen Unternehmen. Danach bewerten 98 Prozent der Befragten die Bedeutung des Data Warehouses als wichtig oder kritisch für ihr Unternehmen. Den Firmen geht es beim Einsatz eines zentral gesteuertes Datenlagers vornehmlich darum, Vertrauen in die eigenen Daten zu erlangen. 96 Prozent der Teilnehmer gaben dieses Kriterium als wichtigstes Ziel für die Einführung eines Data Warehouses an. Die Strategie scheint sich zu lohnen: Unternehmen, die ein Data Warehouse nutzen, gehen zu 34 Prozent davon aus, ihr Hauptziel sogar übertroffen zu haben. Betriebe ohne eigenes Data Warehouse berichten nur zu 21 Prozent von einer Übererfüllung ihrer Ziele.

Nur wenige arbeiten ausschließlich mit analytischen Systemen

Bei der Art der genutzten Datenbanken zeigt sich, dass die meisten Firmen auf einen Mix aus klassischen und innovativen Technologien setzen. Fast alle Befragten (92 Prozent) verwenden klassische Datenbanken und immerhin die Hälfte setzt bereits analyseoptimierte Datenbanksysteme ein, wobei der Mischansatz aus klassisch und analyseoptimierten Systemen verbreitet ist (40 Prozent). Nur sehr wenige Unternehmen arbeiten ausschließlich mit analytischen Datenbanken.

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