Mythos und Wahrheit

Macbook, iPad, iPhone: Was dem Akku wirklich hilft

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Hält der Akku länger, wenn Sie ihn im Kühlschrank aufbewahren? Wir antworten auf diese Frage und beleuchten andere Akku-Mythen.

Die Akku-Technik macht unverkennbar Fortschritte, was man an den jüngsten Mobilrechnern Apples erkennt. Sowohl das Macbook Pro 13 Zoll als auch das Macbook und die neuen Macbook Air haben im Macwelt-Testcenter hervorragende Ergebnisse in Sachen Batterielaufzeit erzielt. Nun ist der Akku eines neuen Mobilrechners, SmartphonesSmartphones oder TabletsTablets immer frisch und lässt erst mit der Zeit nach. Warum das so ist, und was man tun kann, um sich länger über einen leistungsstarken Energiespeicher zu freuen, beantworten wir im Folgenden. Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Dabei räumen wir auch mit einigen Mythen auf: Soll man den Akku ausbauen, wenn das Notebook an der Steckdose hängt? Und dann am besten in den Kühlschrank legen? Lebt der Akku länger, wenn Sie ihn immer vollständig entladen und aufladen?

Sie nutzen das Macbook nur an der Steckdose. Sollten Sie den Akku dann aus dem Gerät nehmen?

Für Apple-Nutzer stellt sich die Frage ohnehin nicht, außer für diejenigen, die noch ein Powerbook oder ein älteres Macbook im Einsatz haben. Seit Mitte 2009 baut Apples die Akkus in den Macbook- und Macbook-Pro-Modellen fest ein, sie lassen sich nicht mehr entnehmen. Für Nutzer von Windows- oder Linux-Notebooks stellt sich die Frage sehr wohl - das Entfernen kann unter Umständen Sinn ergeben. Denn die nutzbare Kapazität des Akkus sinkt mit der Zeit durch die Anzahl der Ladezyklen, die er hinter sich hat.

Außerdem wirkt sich hohe Temperatur negativ auf den Akku aus, zum Beispiel wenn er ständig in einem aufgeheizten Notebookgehäuse steckt. Beides lässt sich verhindern, wenn man den Akku aus dem Notebook nimmt - eben vorausgesetzt, das geht überhaupt. Was auch nicht bei allen Produkten der Konkurrenz noch möglich ist.

Wohin mit dem ausgebauten Akku? Ins Kühlfach oder in den Keller?

Kühl und trocken lagern - diese Empfehlung gilt nicht nur für viele Lebensmittel, sondern auch für einen ausgebauten Akku. Kühl heißt aber keinesfalls Eisfach oder selbst Kühlschrank. Dort kann nämlich Kondenswasser den Akku beschädigen. Die ideale Lagertemperatur liegt bei 10 bis 15 Grad - daher kommt beispielsweise der Keller als Lagerort in Frage. Hintergrund: Der Akku lässt auch bei weniger als den ominösen 1000 Ladezyklen nach, für die Hersteller wie AppleApple unverminderte Leistungsfähigkeit versprechen. Das liegt daran, dass mit der Zeit das Elektrolyt der Batterie verdunstet. Alles zu Apple auf CIO.de