Großrechner

Mainframes: Totgesagte leben länger

24. September 2007
Von Alexander Galdy
Für Mainframes hat das letzte Stündchen noch nicht geschlagen. Bei den meisten Unternehmen gelten die Dinosaurier im Rechenzentrum immer noch als zuverlässige Plattform. Denn viele Großrechner-Nutzer gehen von einem wachsenden Bedarf an Kapazitäten aus. Das zeigt eine Studie des Software-Herstellers BMC.

Für mehr als die Hälfte der Unternehmen mit Mainframes wird Kapazität immer mehr zum Thema. Bei Großunternehmen fällt dieser Punkt noch deutlicher aus. Fast vier von fünf rechnen mit einer ansteigenden Nachfrage nach Leistung bei den Großrechnern. Die Gründe für den wachsenden Bedarf liegen unter anderem an Service-orientierten Architekturen oder vermehrten Web-Services.

Da überrascht es nicht, dass laut Report vor allem Unternehmen mit einer geringen MIPS-Kapazität ihre Mainframe-Umgebung verkleinern oder aufgeben wollen. Entscheidend für sie sind besonders die hohen Kosten für die Hardware. Für andere mag ein Grund für einen Plattformwechsel darin liegen, dass Großrechner als veraltet gelten und bei einigen IT-Entscheidern nicht mehr en vogue sind.

Ein Großrechner und seine Tugenden

Für die Anhänger der Architektur dagegen zählen Erreichbarkeit, Sicherheit und Transaktionsdurchsatz der Mainframes. Für 93 Prozent machen Haltbarkeit und Verlässlichkeit die Großrechner zu der Plattform, die am besten geeignet ist für alte wie neue Workloads.

74 Prozent der Befragten können sich nicht vorstellen, geschäftskritische Workloads auf eine verteilte Plattform zu migrieren - und das auch noch erfolgreich. Von den restlichen 26 Prozent glaubt zudem nur die Hälfte, so Geld sparen zu können.