Problem mit versteckten Kosten

Messbarer Nutzen bei BYOD strittig

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
IT-Führungskräfte hätten gern handfeste Indizien für die angeblichen Vorteile von Privat-IT am Arbeitsplatz. Die sind leider nicht leicht zu bekommen.
Die Frage, ob "Bring your own device" billiger oder teurer wird, hat viele verschiedene Aspekte.
Die Frage, ob "Bring your own device" billiger oder teurer wird, hat viele verschiedene Aspekte.
Foto: pizuttipics - Fotolia.com

Glaubt man Tom Kaneshige von unserer US-Schwesterpublikation CIO.com, ist das Thema "Bring your own device" (kurz: BYOD) bereits entschieden - ohne den CIO. Wenn Angestellte eigene Geräte mit ins Büro nehmen wollen, werden sie das schlicht und einfach tun. Ob der IT-Chef dem nun zustimmt oder nicht.

Wie Kaneshige schreibt, sind CIOs aber nicht bereit, auf vielfach propagierte Vorteile von BYOD zu vertrauen. Sie hätten gern quantitative Metriken. Das allerdings gestalte sich schwierig. CIO.com rät, sich auf die Sichtweise des US-Marktforschers Aberdeen zu verlassen. Dieser sieht einen guten Ansatzpunkt in der Betrachtung von Workflows. Analyst Andrew Borg behauptet, Arbeitsabläufe gestalteten sich effizienter, wenn Mitarbeiter ihre eigenen Devices benutzen dürfen. Es spare Zeit, wenn iPhone-Fans sich nicht in die "Acrobatics und Shortcuts of the BlackberryBlackberry" einarbeiten müssten. Alles zu Blackberry auf CIO.de

Kaneshige nennt als Beispiel den US-Industriekonzern Eaton. CIO Justin Kershaw lässt private iPads zu. Kriterien für die Produktivität der Verkäufer sind Orderraten und die Länge des Verkaufszyklus. Laut Kershaw konnten Abläufe, die ehemals Tage gedauert hätten, auf Stunden verkürzt werden.