Android-Tablet

Nokia kehrt mit Tablet ins Endkunden-Geschäft zurück

19. November 2014
Der Name Nokia wird doch nicht aus dem Alltag verschwinden. Während die Marke von Microsoft aussortiert wurde, nutzt der finnische Konzern ihn für ein neues Android-Tablet. Die Regie überlässt Nokia dabei aber hauptsächlich einem Kooperationspartner.

Gut ein halbes Jahr nach dem Verkauf seiner Gerätesparte an MicrosoftMicrosoft kehrt Nokia mit einem neuen Tablet-Computer ins Verbrauchergeschäft zurück. Der finnische Konzern stellte am Dienstag das Modell N1 vor, das mit dem Google-Betriebssystem AndroidAndroid läuft. Sein Display ist mit einer Diagonale von 7,9 Zoll (rund 20 cm) genauso groß wie etwa beim iPadiPad mini von AppleApple. Das Tablet soll zunächst ab Beginn kommenden Jahres zunächst für 249 Dollar plus Steuern in China verkauft werden, wie Nokia mitteilte. Alles zu Android auf CIO.de Alles zu Apple auf CIO.de Alles zu iPad auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de

Anders als früher stellt Nokia sich diesmal allerdings hauptsächlich den Markennamen sowie sein technisches Know-how in einem Lizenzdeal zur Verfügung. Für Entwicklung, Vermarktung und Service sei der chinesische Produktionspartner zuständig, erklärte Nokia. Nach Informationen des Blogs "GigaOm" ist das der Auftragsfertiger Foxconn, der vor allem als Hersteller von Apple-Geräten bekannt ist.

Nokia hatte Ende April den Verkauf seines verlustreichen Smartphone- und Tablet-Geschäfts mit der Marke Lumia an Microsoft abgeschlossen. Der Windows-Konzern vermarktete die Geräte zunächst auch unter dem Nokia-Namen, inzwischen wurde er jedoch zu Gunsten von "Microsoft Lumia" aussortiert.

Nokia war lange der unangefochtene Marktführer im Handy-Geschäft. Anfang 2011 entschied sich der Konzern bei der Auswahl des neuen Betriebssystems für Microsofts Windows PhoneWindows Phone statt Android. Die Marktanteile der SmartphonesSmartphones und TabletsTablets blieben danach trotz großer Marketing-Anstrengungen gering. Im September 2013 kündigte Microsoft die Übernahme von Nokias Gerätesparte für rund 3,8 Milliarden Euro an und zahlt weitere 1,5 Milliarden Euro in einem Patent-Deal. Nokia ist seitdem vor allem ein Telekom-Netzausrüster und Anbieter der digitalen Karten-Lösung "Here". (dpa/rs) Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de Alles zu Windows Phone auf CIO.de