HP vor IBM und Dell

Oracle verliert im Server-Markt

08. September 2010
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Die weltweiten Umsätze und Verkäufe von Server-Hardware stiegen im zweiten Quartal 2010 stark an. Während Anbieter HP und Dell zulegen konnten, verloren IBM und insbesondere Oracle Marktanteile.

Im zweiten Quartal 2010 haben die Server-Hersteller weltweit 27,1 Prozent mehr Server verkauft als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Im gleichen Zeitraum sind die Umsätze im Durchschnitt um 14,3 Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner in einer aktuellen Untersuchung.

HP ist im Server-Markt inzwischen zum klaren Marktführer aufgestiegen, vor IBM und Dell.
HP ist im Server-Markt inzwischen zum klaren Marktführer aufgestiegen, vor IBM und Dell.

Insgesamt haben die Hersteller 2,14 Millionen Server verkauft und damit über elf Milliarden US-Dollar umgesetzt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres erlösten sie mit 1,68 Millionen verkauften Geräten rund 9,68 Milliarden Dollar. Laut Gartner-Analyst Jeffrey Hewitt die hohen Zuwachsraten darauf zurückzuführen, dass Firmen im letzten Jahr aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich weniger Geld in neue Server investierten.

Starker Trend zu x86-Architekturen und Bladeservern

Bei den Server-Verkäufen setzten sich auch im zweiten Quartal schon länger andauernde technische Trends fort. Vor allem Server-Plattformen, die auf einer x86-Prozessorarchitektur basieren, waren ein Wachstumstreiber. Davon wurden 28,9 Prozent mehr Einheiten verkauft als im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Die Umsätze mit x86-basierten Servern stiegen im Schnitt um 37 Prozent. Unix-Systeme mit RISC- und Itanium-Architektur verlieren dagegen weiter konstant Marktanteile. Hiervon verkauften die Hersteller 16,5 Prozent weniger, die Umsätze fielen im Schnitt um 8,8 Prozent. Auch bei Server-Hardware in anderen Prozessorkategorien, insbesondere bei Mainframes, setzte sich mit einem Minus von 22,8 Prozent im zweiten Quartal die Talfahrt fort.

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