Veraltete Technik

Polizei-Rechenzentrum - 110 droht Hitze-Ausfall

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
In der Leitzentrale der Berliner Polizei droht wegen Problemen mit der Kältetechnik ein Ausfall der Notrufnummer. Vorerst sollen mobile Kühlaggregate helfen.

Das sind beunruhigende Nachrichten von der größten Polizeibehörde Europas, aus Berlin. Doch wer die Räumlichkeiten der Berliner Polizei kennt, wundert sich darüber kaum. Öffentliche Armut herrscht hier überdeutlich vor.

In Berlin könne in diesem Sommer das Rechenzentrum der Berliner Polizei wegen mangelnder Kühlung ausfallen, damit wäre der Notruf 110 nicht mehr erreichbar. Das meldeten die Zeitungen „Berliner Zeitung" und „Berliner Morgenpost" übereinstimmend. Und das bestätigte auch eine Sprecherin der Berliner Polizei gegenüber CIO.de.

Schon voriges Jahr Überhitzung von Platinen

In einem Schreiben des Polizeipräsidiums an die „Berliner Immobilienmanagement GmbH" (BIM), den Vermieter der Räumlichkeiten am Platz der Berliner Luftbrücke in Berlin-Tempelhof, warnen die Verantwortlichen vor den Folgen von Schlendrian im Rechenzentrum. Im dortigen Bauteil „K1" stehen die Leitstellentechnik und die Server der Notrufannahmestelle. Die BIM ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Landes Berlin.

In dem Schreiben, das CIO.de vorliegt, heißt es: „Die Kälteversorgung der erforderlichen Technikräume ist seit Jahren problematisch. Als es im Sommer vergangenen Jahres im Rechenzentrum infolge einer massiven Störung der Kälteversorgung zu einer Überhitzung von Platinen und in deren Folge zu einer größeren Störung der Leitstellentechnik kam, konnte eine temporäre Entlastung nur durch den Betrieb des Notfallkältegerätes der Fachabteilung Information und Kommunikation erreicht werden", schreiben die Verfasser von der Polizei.

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