Iranischer Präsident

Ruhani: "Wir sollten das Internet nicht als Gefahr sehen"

18. Mai 2014
Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat erneut mehr Internet-Freiheit in seinem Land gefordert. "Wir sollten das Internet nicht als Gefahr sehen, sondern als nützliches neues Kommunikationsmittel", sagte er am Samstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna und forderte vom Klerus weniger Engstirnigkeit in dieser Frage.

"Das Internet gibt es schon seit Jahrzehnten, und kein Iraner hat seither seine Identität verloren." Es habe auch Zeiten gegeben, da hätten die gleichen Kritiker ernsthaft geglaubt, dass Jugendliche sofort vom Glauben abfielen, wenn ein Videorekorder auch nur ans Fernsehgerät angeschlossen würde.

Ruhani, der als moderat gilt, setzt sich mit seiner Regierung für eine Aufhebung der Internetzensur ein. Aus seiner Sicht sollten alle Iraner freien Zugang zu sozialen Netzwerken wie FacebookFacebook und TwitterTwitter haben. Das islamische Establishment wertet diese NetzwerkeNetzwerke jedoch als Spionageapparate der USA und bezichtigt Mitglieder der Sünde. Erst Anfang Mai hatte es wegen eines Verbots des Kurznachrichtendienstes WhatsApp Streit zwischen der Regierung und der Zensurbehörde gegeben. (dpa/rs) Alles zu Facebook auf CIO.de Alles zu Netzwerke auf CIO.de Alles zu Twitter auf CIO.de

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