Metro gegen Pi-mal-Daumen-Schätzung

SAP-Lizenzen korrekt gezählt

28. Februar 2007
Riem Sarsam ist IDG-Redakteurin und leitet verantwortlich das CIO Leadership Excellence Program (LEP), eine exklusive Fortbildung für IT-Manager, gemeinsam veranstaltet von CIO und der WHU – Otto Beisheim School of Management .
Der Handelskonzern Metro nutzt weltweit mehr als 200 SAP-Systeme.Die jährliche Vermessung der Lizenzen lief jahrelang dezentral und ohne große Probleme. Doch dann musste der Konzern auf Wunsch der Walldorfer umstellen.
Thomas Westendorf, Projektleiter SAP-Systemvermessung bei MGI: "Wir mussten die innerbetriebliche Verrechnung ermöglichen und analysieren, warum die Konsolidierung nicht das erwünschte Ergebnis zeigte."
Thomas Westendorf, Projektleiter SAP-Systemvermessung bei MGI: "Wir mussten die innerbetriebliche Verrechnung ermöglichen und analysieren, warum die Konsolidierung nicht das erwünschte Ergebnis zeigte."

"Man sieht ein unplausibles Ergebnis und weiß nicht, wie es zustande kommen konnte“, erinnert sich Thomas Westendorf an den Anfang der zentralen Vermessung von SAP-Lizenzen im Jahr 2003. „Damit steht man natürlich auch vor der Frage, wie sich die Zahlen bereinigen lassen.“ Diese Frage zu lösen beschäftigte den Projektleiter für die SAP-Systemvermessung bei Metro Group Information Technology (MGI), der ITTochter des Handelsunternehmens, geraume Zeit.

Zur Vorgeschichte: Metro ist über die Jahre gewachsen, hat sich international ausgebreitet, und entsprechend hat sich auch die Systemlandschaft des Handelskonzerns vergrößert. Allein die Zahl der SAP-Systeme war zu besagtem Zeitpunkt auf mehr als 200 angestiegen. Eingesetzt wurde die Walldorfer Software zunächst für die FinanzenFinanzen und das Controlling. Später kam das Personalwesen hinzu, und in den vergangenen Jahren hat Metro damit begonnen, auch im Bereich Business IntelligenceBusiness Intelligence mit SAPSAP zu arbeiten sowie die Logistik mit SAP-Retail zu steuern. Alles zu Business Intelligence auf CIO.de Alles zu SAP auf CIO.de Top-Firmen der Branche Finanzen

Die alljährliche Vermessung erfolgte lange Jahre dezentral, nach Ländern beziehungsweise Querschnittsbereichen getrennt. Die Einzelergebnisse flossen nach Walldorf, zurück kamen eine Gesamtrechnung sowie eine Aufsplittung der Kosten nach den jeweiligen Bereichen. Bis vor drei Jahren.

2003 musste diese bislang praktizierte Zusammenarbeit umgestellt werden. Der organisatorische Aufwand war den Walldorfern zu hoch, die Zuverlässigkeit aus dem Rückfluss der Einzelvermessungen nicht ausreichend. Stattdessen gab man dem Düsseldorfer Konzern mit der Licence Administration Workbench (LAW) ein Tool an die Hand, mit dem eine zentrale Vermessung erstellt werden konnte. "Das war die Wende zu einer zentralen Steuerung und damit auch zu einer zentralen Konsolidierung“, blickt Westendorf zurück.

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