Offene Kommunikationsumgebung macht wettbewerbsfähiger

Schlechte Kommunikation bedroht den Geschäftserfolg

01. August 2007
Von Nina Gut
75 Prozent der Unternehmen verfügen heute nicht über die Kommunikationstechnologie, die sie benötigen, um ihre Produktivität zu steigern, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und die IT- und Kommunikationskosten zu senken. Die CEOs der Global Players müssen feststellen, dass ineffiziente Kommunikation und Zusammenarbeit im gesamten Geschäftsprozess eine echte Bedrohung für den Geschäftserfolg darstellen. Das ergab eine Studie des Marktforschers IDC.
Der Trend geht zu mobilen Arbeitskräften und virtuellen Teams: Deshalb ist die richtige Kommunikation entscheidend.
Der Trend geht zu mobilen Arbeitskräften und virtuellen Teams: Deshalb ist die richtige Kommunikation entscheidend.

68 Prozent der Befragten glauben, dass der Anteil der mobilen Angestellten im Unternehmen zunehmen wird. 43 Prozent gehen davon aus, dass auch die Zahl der virtuellen Teams innerhalb der Firma steigt. Immerhin noch 41 Prozent erwarten ein Wachstum des globalen WAN (Wide Area Network). Viele glauben zudem, dass die Telearbeit zunimmt und dass es in Zukunft immer mehr Möglichkeiten geben wird, die Kunden zu erreichen.

So sind 90 Prozent der Unternehmen der Meinung, dass moderne Kommunikationsfeatures wie die Fähigkeit, alle relevanten Dokumente und Mitteilungen innerhalb eines virtuellen Teams sofort zur Verfügung zu stellen, nützlich oder sehr nützlich sind. 86 Prozent stimmen der Aussage zu, dass die Fähigkeit, sofort mit einem Kollegen zu kommunizieren - unabhängig von Uhrzeit, Ort oder Methode - nützlich oder sehr nützlich ist. Dem Management bereitet es jedoch zunehmend Kopfschmerzen, dass nur 25 bis 35 Prozent der Unternehmen mit einer Technologie ausgestattet sind, die diese Form der Zusammenarbeit unterstützt.

"Virtuelle Teams benötigen die entsprechende Technologie, um mobiler und dynamischer zusammenarbeiten zu können. Fragmentierte Kommunikationslösungen werden deshalb zu einem immer größeren Risikofaktor für Unternehmen, die ehrgeizige Ziele wie Produktivitätssteigerung und höhere Wettbewerbsfähigkeit bei gleichzeitiger Kostensenkung erreichen wollen und müssen", sagt Pim Bilderbeek, IDC Vice President Consulting für Telekommunikations- und Netzwerk-Forschung in Europa. "Unternehmen benötigen eine offene Kommunikationsumgebung, die Unified Communications und IT-Plattformen zusammenbringt, die Kommunikation in die Geschäftsprozesse integriert und damit weitere Rationalisierungspotenziale erschließt."

Durch die Ergebnisse der IDC-Studie sieht sich Bilderbeek in seinem Konzept bestätigt, das er "Enterprise 2.0“ nennt. In diesem Konzept werden die Technologien aus dem Web 2.0 mit Unified Communications zusammengeführt und in bestehende horizontale und vertikale Geschäftsanwendungen eingebracht. So werde ein völlig neues Arbeiten möglich. "Networking-Tools im Unternehmen lassen Mitarbeiter zum Beispiel schneller und leichter Kollegen finden, die ihnen mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung Hilfestellung leisten, um dadurch eine Aufgabe schneller und effizienter lösen zu können."