Unwissend und unmotiviert

Schludriger Datenschutz bei BYOD-Nutzern

30. Oktober 2014
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Vier von zehn US-Angestellten mit Firmendaten auf persönlichen Geräten schützen diese Devices nicht oder halten das "Wischen" für eine Sicherheitsmaßnahme. Das geht aus einer Bitdefender-Umfrage hervor.

Von einem Trend zur Nutzung privater Geräte am Arbeitsplatz (BYODBYOD) will der Anbieter Bitdefender nicht mehr sprechen. BYOD sei mittlerweile gelebte Praxis. Mit teils drastischen Folgen für die Datensicherheit, wie eine Bitdefender-Umfrage unter mehr als 1000 Menschen nahelegt. Alles zu BYOD auf CIO.de

Den Befragten seien die Risiken nicht bewusst oder sie seien "nicht motiviert", Sicherheitsmaßnamen zu ergreifen, so die Bitdefender-Interpretation der Ergebnisse. Die Umfrage-Autoren wollten wissen, wie die Teilnehmer ihre persönlichen Endgeräte schützen. Dabei konnten die Befragten mehrere Maßnahmen angeben. Demnach verwenden 44 Prozent Passwörter und 32 Prozent PINs.

Weitere 32 Prozent halten das "Wischen" über den Bildschirm für eine Security-Maßnahme. Acht Prozent sagen, sie unternähmen nichts. Damit ergeben sich 40 Prozent, die faktisch ohne Schutz mit den Geräten arbeiten.

Insgesamt haben laut der Umfrage 71 Prozent der US-amerikanischen Angestellten die Möglichkeit, über ihr mobiles Endgerät auf das Firmennetz zuzugreifen. Jeder Zweite von ihnen nutzt das auch. Dabei zeigt sich ein Zusammenhang: Je höher Bildungsabschluss und Einkommen eines Angestellten, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmensdaten auf seinem Handheld liegen.

Löschen per Fernzugriff nicht üblich

Die Umfrage-Autoren wollten außerdem wissen, ob Daten auf den Handhelds per Fernzugriff gelöscht werden können. 29 Prozent der Befragten geben das für ihr Smartphone an, 26 Prozent für den Laptop und 15 Prozent für das Tablet. Gut jeder Fünfte (21 Prozent) konnte nicht sagen, ob diese Möglichkeit besteht. Die relative Mehrheit stellen aber mit 46 Prozent diejenigen dar, deren Geräte nicht per Fernzugriff gelöscht werden können.

Knapp jeder Vierte (24 Prozent) unter allen Befragten benutzt sein Handheld nicht allein, sondern überlässt es auch Familienmitgliedern oder Freunden. Unter den BYOD-Nutzern sind es überdurchschnittlich viele - nämlich 30 Prozent. Hier gilt: je niedriger der Bildungsgrad, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass das Gerät geteilt wird.

Bitdefender appelliert an IT-Chefs, Richtlinien und Policies für den Umgang mit BYOD zu erlassen. Auch wenn den Umfrage-Autoren klar ist, dass in Sachen SecuritySecurity noch "ein langer Weg" für den Unternehmen liegt. Alles zu Security auf CIO.de

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