Optimierung der IT-Systeme geplant

TK-Firmen verschleudern Millionen durch Dateneingabe per Hand

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Telefon-Anmeldungen, die abgetippt werden, Tarifänderungen, die per Hand eingegeben werden - TK-Firmen verschwenden jedes Jahr einen hohen dreistelligen Millionenbetrag, weil ihre IT-Systeme nicht auf dem aktuellen Stand sind. Das behauptet der Berater Steria Mummert Consulting.

Europäische Festnetzbetreiber könnten 40 Prozent Kosten sparen, wenn sie Aufträge automatisiert über Online-Portale laufen ließen, so eine aktuelle Expertise. Der Ruf scheint Gehör zu finden: Die Mehrheit der Anbieter habe bereits damit begonnen, die IT-Ausrüstung zu erneuern. Bisher arbeiten sie mit veralteten Systemen oder mit Einzel-Lösungen, die nicht integriert werden können.

Nach Angaben von Steria Mummert planen viele Telekommunikations-Firmen, innerhalb von vier Jahren mehr als fünfzig Prozent ihrer Verkäufe online abwickeln zu können. Derzeit ist es gerade mal ein Zehntel.

Telefonanschluss nach wenigen Tagen

Und selbst bei dieser geringen Zahl an Online-Aufträgen werden die Daten häufig zusätzlich per Hand eingegeben: Ein Viertel aller Aufträge per Internet durchlaufen manuelle Schleifen.

Die Analysten beziffern die Kosten für diesen Aufwand auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag.