Flexibles Arbeiten

Was die Mitarbeiter-Zufriedenheit steigert

16. März 2012
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Wenn Mitarbeiter flexibel arbeiten dürfen, profitieren auch die Unternehmen davon, wie eine Vodafone-Umfrage unter englischen Managern und Beschäftigten ergab.
Eine ausgeglichene Work-Life-Balance hat mehrere Vorteile: Die Mitarbeiter sind produktiver und bleiben dem Unternehmen länger erhalten. Die Firma profitiert genauso davon wie die Mitarbeiter.
Eine ausgeglichene Work-Life-Balance hat mehrere Vorteile: Die Mitarbeiter sind produktiver und bleiben dem Unternehmen länger erhalten. Die Firma profitiert genauso davon wie die Mitarbeiter.
Foto: Yuri Arcurs - Fotolia.com

Flexibles Arbeiten ist heutzutage ein stärkeres Motiv für zufriedene Mitarbeiter als finanzielle Anreize, Bonus-Systeme oder Rentenzuschüsse, hat Vodafone UK in einer Umfrage herausgefunden. Für mehr als 75 Prozent der befragten Manager und Mitarbeiter ist Flexibilität der stärkste Motivator, zumal diese Form der Arbeit auch die Work-Life-Balance verbessern hilft. Dabei ist der Wunsch nach Flexibilität nicht einfach nur eine nette Nebensache. Sie gehört vielmehr bereits zu den zentralen Erwartungen der (neuen) Mitarbeiter an ihren Arbeitgeber.

Nur einer von fünf Angestellten plant in den kommenden 12 Monaten einen Jobwechsel. Diese Zahl korrespondiert mit aktuell erhobenen offiziellen Zahlen in UK, nach denen gerade einmal 2,4 Prozent - also tatsächlich gerade einmal jeder Zwanzigste - ihren Job 2011 gewechselt haben. Dabei sind die Mitarbeiter mit zunehmendem Alter immer weniger gewillt, ihren Arbeitsplatz zu wechseln.

Dieser Trend zeigt: Der Kampf um die Talente wird härter. Acht von zehn befragten Unternehmen bestätigen das aus ihrer Sicht: Sie geben an, nun mehr arbeiten zu müssen, um die besten Talente zu rekrutieren und zu halten. Die Mitarbeiter profitieren von dieser Situation: Sie bestimmen nun wenigstens zum Teil mit, wie ihre Arbeit gestaltet werden muss, um für sie attraktiv zu sein.

Diese martialisch auch "War of Talents" genannte Situation ist der Grund, warum sich zumindest britische Unternehmen stärker auf weichere Arbeitsplatzfaktoren konzentrieren.