CIO oder CEO

Checkliste für die nächsten Karriereschritte

16. November 2011
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Vom CIO-Posten weiter aufzusteigen, ist für jeden zweiten IT-Chef das Falsche. Coach Gudrun Happich erklärt, wer der Typ für die Chefetage ist und wer nicht.

Der gemeine deutsche CIO bleibt 4,5 Jahre auf seiner Position im Unternehmen. Doch wie entscheidet man für sich selbst, ob man auf seinem Posten bleiben möchte oder ob es Zeit für eine Veränderung ist? "Was will ich und wo will ich hin?" sind Fragen, mit denen man sich als CIO intensiv auseinandersetzen sollte, rät Führungskräfte-Coach Gudrun Happich. Sie hat einige Entscheidungshilfen zusammengestellt, die CIOs die Planung des nächsten Karriereschritts erleichtern.

Gründe, CIO zu bleiben

Führungskräfte-Coach Gudrun Happich erwartet, dass für den Aufstieg ein Wechsel von Abteilung und Unternehmen immer wichtiger wird.
Führungskräfte-Coach Gudrun Happich erwartet, dass für den Aufstieg ein Wechsel von Abteilung und Unternehmen immer wichtiger wird.
Foto: Gudrun Happich

Ein langjähriger CIO sagte Gudrun Happich Folgendes über seinen Job: "Entweder man macht es wie ich mit Haut und Haaren und aus Überzeugung, oder man sollte lieber die Finger davon lassen. Sonst ist der Preis einfach enorm hoch - und das Schmerzensgeld nicht hoch genug."

6 Gründe fürs Bleiben

Die folgenden Gründe sprechen laut Gudrun Happich dafür, weiterhin als IT-Verantwortlicher auf der zweiten Führungsebene zu arbeiten:

1. Sie finden Freude daran, gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern gute inhaltliche Arbeit zu leisten.

2. Sie sind froh, dass es im Zweifel jemanden über Ihnen gibt, den Sie fragen können und der Ihnen auch manche Entscheidungen abnehmen kann.

3. Bei aller Arbeit und allem Engagement genießen Sie es, wenn Sie mal die Tür hinter sich zuschließen können und nicht für das Unternehmen erreichbar sind.

4. Sie möchten nicht zu viele öffentliche Auftritte absolvieren.

5. Sie reden gern eher Klartext und möchten nicht permanent bei jedem Wort überlegen müssen, wie andere Top-Manager dies politisch umdeuten.

6. Sie meistern mit Freude operative Herausforderungen statt das Hauptaugenmerk auf strategische Ziele zu legen.