Deutschland beim E-Procurement vorn

Weltweiter IT-Markt vor der Trendwende

22. Juni 2004
Von Michael Kallus
Nach drei Jahren Stagnation wird der Weltmarkt für Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in diesem Jahr spürbar wachsen. Der deutsche Markt ist weiter führend in Europa. Das zeigt eine Studie der Marktforschungsunternehmen TNS Infratest und Institute for Information Economics.

Deutschland wird auch 2004 der drittgrößte Markt im Bereich IKT sein, der Anteil am Weltmarkt beträgt etwa sechs Prozent. Größter Markt ist die USA mit einem Anteil von etwa einem Drittel, Japan folgt mit zwölf Prozent. Der Umsatz soll weltweit um 4,3 Prozent auf 2,16 Billionen Euro steigen. In Westeuropa ist Deutschland Marktführer - vor Großbritannien und Frankreich.

Auswirkungen von E-Business in mittelständischen Unternehmen
Auswirkungen von E-Business in mittelständischen Unternehmen

Weltweit kommen bedeutende Wachstumsimpulse wie im Vorjahr aus der Mobilkommunikation und von breitbandigen Internet-Technologien wie DSL. Auch für den E-Commerce rechnet die Studie mit einem hohen Wachstum. Deutschland, europäischer Marktführer, wird seinen Weltmarktanteil nach Umsätzen von 4,2 (2002) auf neun Prozent (2004) steigern. 103 Milliarden Euro soll der Online-Handel im vergangenen Jahr in Deutschland umgesetzt haben.

In Europa hält Deutschland Spitzenplätze im E-Procurement und bei der Nutzung neuer Technologien in Unternehmen. Gleiches gilt für die Internet-Nutzung durch Unternehmen und Privatpersonen. Nachholbedarf besteht laut Studie bei der Zahl der Breitband-Internet-Zugänge: Zwar führt Deutschland bei den DSL-Anschlüssen, wegen der minimalen Verbreitung alternativer Zugangsmöglichkeiten liegt es aber insgesamt unter dem westeuropäischen Durchschnitt.

TNS Infratest und das Institute for Information Economics (IIE) berichten im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit seit 2000 regelmäßig über die aktuelle Lage der deutschen IT-Wirtschaft und seiner Stellung im internationalen Vergleich.

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