Zu wenig Kontrollen

Woran Endgeräte-Verschlüsselung scheitert

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Verschlüsselungs-Tools allein reichen nicht: Eine Aberdeen-Studie zeigt, dass das Vermeiden von Datenverlust vom Management der Lösungen und Kontrollen abhängt.
Wie unterschiedlich Datenschutz auf Endgeräten umgesetzt wird, zeigt die Aberdeen-Umfrage.
Wie unterschiedlich Datenschutz auf Endgeräten umgesetzt wird, zeigt die Aberdeen-Umfrage.
Foto: Aberdeen

Mit dem Kauf neuester Lösungen ist es nicht getan beim Verschlüsseln von Daten und Endgeräten. Denn die Technik ist nur ein Faktor im Zusammenspiel von Policies, Verantwortlichkeiten und dem Verhalten der Anwender. Das ist das Thema der Studie "Encryption without tears" des US-Marktforschers Aberdeen.

Für die Studie hat Aberdeen Angaben von Entscheidern aus rund 130 Unternehmen ausgewertet. Sie decken verschiedene Branchen ab.

Erfolgreiche Unternehmen erleiden fast keine Datenverluste

Die Analysten folgen bei ihren Studien stets demselben Schema: Sie teilen die Unternehmen in drei verschiedene Kategorien ein. Die besonders Erfolgreichen dürfen sich "Best in Class" (Bic) nennen. Sie stellen 20 Prozent des Feldes. Die mit den schlechtesten Ergebnissen gelten als "Laggard" (deutsch: Trödler). Sie machen 30 Prozent aus. Der Rest bildet das Mittelfeld ("Average").

In diesem Report heißt das: Unter den Bics erklären 94 Prozent, innerhalb der vergangenen zwölf Monate keinen Fall von Datenverlust erlitten zu haben. Von den Mittelfeld-Firmen sagen das nur 50 Prozent und von den Trödlern lediglich zehn Prozent.

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