Drohende Überalterung

Zeit, die IT zu modernisieren

28. März 2008
Von Alexander Galdy
Bis Ende 2010 werden sich IT-Abteilungen bei mehr als einem Drittel aller Applikations-Projekte mit einer Überalterung von Technologie und Qualifikation herumschlagen müssen. Das geht aus einer Studie von Gartner hervor. Demnach müssen IT-Entscheider sofort handeln und Modernisierungs-Strategien zum Schwerpunkt ihrer Zielsetzung für das laufende Jahr machen.

Gartner schätzt, dass die meisten CIOs mit einer Reihe von Portfolios kämpfen, bei denen ein überwiegender Anteil der alten Anwendungen bis 2015 ausgemustert und ersetzt werden muss. "Das Ausmaß der Überalterung von Anwendungs-Portfolios ist für sich alleine betrachtet schon ein Problem, doch es ist zudem noch mit einem Mangel an ganzheitlicher Planung innerhalb vieler IT-Management-Teams verbunden, sagt Analyst Andy Kyte.

Die IT auf Vordermann zu bringen, darf aber nicht als kurzfristiges "Panik-Reaktions-Projekt" angegangen werden, warnt der Marktforscher. Dazu ist das Thema zu komplex. Ein ernsthaftes Engagements der gesamten IT-Abteilung und von Vertretern innerhalb der Geschäftsbereiche ist nötig. Gartner nennt vier wesentliche Faktoren, warum IT-Modernisierung jetzt notwendig ist:

Flexibilität

Mangelnde Flexibilität von IT-Systemen und Services stehen im Gegensatz zu den sich ständig ändernden wirtschaftlichen Anforderungen. Die IT-Landschaft wird immer komplexer und damit auch weniger flexibel für sich verändernde Geschäftsprozesse.

Integration

Es kommt zu einer stärkeren Integration der Anwendungs-Portfolios. Sie steigert den realen Wert des Geschäfts, fordert aber auch ihren Preis durch hohe Komplexität beim Management der Services und beim Betrieb der Infrastruktur für eine integrierte Organisation.