Zu anspruchsvoll

Trotz Kritik: Chefs angewiesen auf Generation Y

02.01.2013, von Rich Hein

Die Wünsche junger IT-Mitarbeiter begeistern die Mehrheit der Führungskräfte laut Adecco wenig. Dennoch bleibt Firmen nichts anderes übrig, als sie zu umwerben.

IT-Mitarbeitern, die zwischen 20 und 30 Jahre alt sind und als Generation Y, Net Generation oder Millenials bezeichnet werden, eilt der Ruf voraus, Technik-begeistert zu sein, häufig den Job zu wechseln und hohe Ansprüche zu stellen.

Generation Y vielen Chefs zu anspruchsvoll

Führungskräfte misstrauen den jungen IT-Mitarbeitern aus der Generation Y. Vergrößern
Führungskräfte misstrauen den jungen IT-Mitarbeitern aus der Generation Y.
Foto: MEV Verlag

Nur ein Fünftel der Führungskräfte hat daher ein Faible für die Anstellung von Millenials. Sie heuern stattdessen lieber ältere und erfahrene Arbeitnehmer der Generation X an, wie der Personaldienstleister Adecco in einer Umfrage herausfand. Rich Hein, Autor bei unserer Schwesterpublikation CIO.com, ist der Frage nachgegangen, warum das so ist. Arbeitgeber müssten sich darüber im Klaren sein, dass in den nächsten Jahren eine komplette Generation älterer Arbeitnehmer in Rente geht, und täten gut daran, dieser Realität ins Auge zu sehen.

Führungskräfte in Unternehmen müssten deshalb nach Wegen suchen, wie sie junge IT-Talente besser führen und fördern können. Sie sollten dazu ihre bisherigen Vorstellungen von der Generation Y hinterfragen. Ebenso wichtig sei es herauszufinden, nach welchen Kriterien die neuen IT-Millenials eine Arbeitsstelle auswählen, und diese mit den Eigenschaften zu vergleichen, die generell gute Arbeitsplätze ausmachen. In den meisten Fällen wird beides übereinstimmen.

Was Millenials wirklich wollen

Ganz oben auf der Liste junger IT-Mitarbeiter stehen die Vereinbarkeit von Freizeit und Familie mit dem Beruf auf der Basis flexibler Arbeitsmodelle und eine sinnvolle Tätigkeit. Anders als vielfach angenommen spielt Geld nicht die entscheidende Rolle. Das Gehalt liegt meist nicht unter den Top-Drei-Auswahlkriterien für den künftigen Arbeitsplatz.

leo kaut - 03.01.2013 16:51
suuuper;-)))
Albrecht Berblinger - 03.01.2013 01:40
Also: weil es die lieben Kleinen von ihren Hubschraubereltern gewohnt waren, dass sie auf Schritt und Tritt mit Rückmeldungsalven bombardiert werden, soll jetzt der Vorgesetzte sich auch an den Sandkastenrand setzen und jeden halbwegs geglückten Sandkuchen mit Lobhudeleien verzieren. Was er aber nur dann kann, wenn er das Nachwuchstalent ob der superflexiblen Arbeitszeit auch antrifft, die er dann damit verbringt, sinnfreie Postings in sein Netzwerk zu sozialisieren. Wurscht was dabei rauskommt, Hauptsache die Krawatte beim Vorstellungsgespräch sitzt richtig. Habe ich das so richtig verstanden?
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