DSAG-Investitionsumfrage

SAP-Anwender haben kein Geld für neue Themen

12.03.2012, von Martin Bayer 

Deutsche SAP-Kunden wollen laut einer DSAG-Umfrage im laufenden Jahr mehr Geld in ihre IT-Landschaften investieren. Dabei drehen sich die Pläne aber hauptsächlich um das klassische ERP - nicht um Cloud und In-Memory.

"Ungeachtet der in der Öffentlichkeit geführten Diskussionen um Themen wie Cloud Computing oder Mobility ist die Investitionsbereitschaft von SAP-Kunden in ERP nach wie vor am größten", kommentierte Karl Liebstückel, Vorstandsvorsitzender der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG), die Ergebnisse der mittlerweile 9. Investitionsumfrage unter den Mitgliedern der User Group. Der in Würzburg Wirtschaftsinformatik lehrende Professor wertet dieses Ergebnis als Zeichen, dass ERP auch in Zukunft "den Mittelpunkt integrierter Systemlandschaften" bilden wird.

IT-Budgets wachsen langsamer

DSAG-Vorstand Karl Liebstückel sieht das klassische SAP ERP-System im Mittelpunkt der diesjährigen Investitionsvorhaben.Vergrößern
DSAG-Vorstand Karl Liebstückel sieht das klassische SAP ERP-System im Mittelpunkt der diesjährigen Investitionsvorhaben.
Foto: DSAG

Insgesamt sollen die IT-Budgets der in der DSAG organisierten SAP-Anwenderunternehmen 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent steigen, so die Ende vergangenen Jahres vorgenommene Umfrage, an der sich 323 CIOs und IT-Verantwortliche beteiligt hatten. Damit gehen die IT-Chefs das neue Jahr deutlich vorsichtiger an. Zwölf Monate zuvor hatte die Wachstumsprognose für 2011 noch stolze sechs Prozent betragen. Gut jeder dritte SAP-Kunde will in den kommenden Monaten mehr Geld in sein Softwareportfolio stecken. Die Budgets sollen laut DSAG in diesem Bereich um 30 Prozent steigen.

Im Fokus der Investitionsvorhaben stehen SAP ERP (62 Prozent) sowie die Netweaver-Plattform (38 Prozent). Dabei dominieren bei den ERP-Lösungen die Bereiche Logistik (41 Prozent) und Rechnungswesen (27 Prozent). Im Netweaver-Umfeld stecken die Anwender ihr Geld vornehmlich in das Business Warehouse (19 Prozent) und das Portal (zehn Prozent). Die Neuinvestitionen fließen Liebstückel zufolge in zusätzliche Lizenzen und Services. Den Firmen gehe es darum, SAP-Lösungen weiter in die Fläche zu bekommen. Behauptungen, der deutsche Markt sei gesättigt, will der DSAG-Vorstand nicht gelten lassen: "Das Geschäft in Deutschland ist längst nicht abgeschöpft."

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