29.01.2013, von Bernhard Haluschak
Wir haben die Serverexperten gefragt: Wie sehen Sie die Entwicklung der Marktanteile von Tower-, Rack- und Blade-Servern und von virtuellen Servern?
Peter Dümig, Dell: "Ich erwarte eine weitere Verschiebung von Tower-Servern hin zu Rack- und Blade-Servern beziehungsweise virtuellen Servern. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen werden viele kleine Tower-Server mittelfristig durch virtuelle Instanzen lokal oder in der Cloud ersetzt, und diese laufen typischerweise nicht auf Tower-Servern. Zum anderen hat die große Mehrheit der Unternehmen einen 19-Zoll-Schrank, in den dann auch die Server eingebaut werden."
| Sascha Denz, Fujitsu: "Der Virtualisierungs- und Konsolidierungsgrad nimmt weiter zu und damit der Bedarf an höherwertigeren und leistungsfähigeren Systemen." Foto: Fujitsu |
Sascha Denz, Fujitsu: "Im vor uns liegenden Jahr wird sich den Trend der Vorjahre fortsetzen: Der Virtualisierungs- und Konsolidierungsgrad nimmt weiter zu und damit der Bedarf an höherwertigeren und leistungsfähigeren Systemen. Entsprechend wird sich das auf die Gesamtstückzahlen auswirken, die weiter zurückgehen werden. Dabei geben Rack- und Blade-Server kleine Marktanteile an den neuen Formfaktor Multi-Node ab. Bei den Tower-Servern sehen wir einen leichten Rückgang, da im Zuge der Konsolidierung bei Unternehmen mit Niederlassungen die Kapazitäten abgebaut und in ein zentrales Rechenzentrum verlagert werden."
Volker Kuhm, IBM: "Der Anteil virtueller Server wird im Zuge der Entwicklung zu großen konsolidierten Einheiten eher zunehmen. Im physischen Bereich werden weiter Rack- und Blade-Server in weiterentwickelten Formformaten - beispielsweise in Kompaktbauweise - gefragt sein. Darüber hinaus wird es einen steigenden Bedarf an integrierten Systemen geben, die die Komplexität weiter reduzieren helfen. "
Rolf Kersten, Oracle: "Durch den Trend zu Konsolidierung, Virtualisierung und Cloud Computing erwarten wir auch weiterhin die Migration weg von dezentralen Tower-Servern hin zu zentral verwalteten Grids von Rack- und Blade-Servern. Virtualisierte Server sind zunehmend die Default-Umgebung, in die neue Applikationen ausgerollt werden, vor allem im Unix-, aber auch im Linux-Bereich."
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