Change Management

Chefs setzen Social Media nicht ein

30.11.2012, von

Bei Veränderungsprojekten könnten Social Media die Kommunikation ergänzen. Doch Managern fehlt Erfahrung mit den Werkzeugen, zeigt eine Befragung von Capgemini.

Rightsizing, Outsourcing und andere Restrukturierungen bedeuten für Mitarbeiter und Führungskräfte gleichermaßen eine große Umstellung. Die Strategieberatungsfirma Capgemini Consulting hat in der Studie "Digitale Revolution - ist Change Management mutig genug für die Zukunft?" untersucht, wie Manager sich im Change Management auf digitale Technologien einstellen und wie sie diese für Veränderungen nutzen. Ein Ergebnis der Studie: Die emotionale Komponente spielt eine sehr große Rolle.

Change als "Fact of Life"

Wandel sehen mittlerweile viele als Fact of Life an - dennoch fürchtet sich rund ein Drittel davor.Vergrößern
Wandel sehen mittlerweile viele als Fact of Life an - dennoch fürchtet sich rund ein Drittel davor.
Foto: Capgemini Consulting

Veränderungen wirken auf das Gewohnheitstier Mensch nicht mehr so bedrohlich wie einst. Nur knapp ein Drittel (32,1 Prozent) der befragten Change-Management-Experten stimmten dieser Aussage in der Umfrage zu. Wie die Berater herausfanden, sehen inzwischen viele Mitarbeiter Wandel als einen "Fact of Life" an: Veränderung gehört nun mal zum Arbeitsleben. Aber nur sieben Prozent der Manager auf der zweiten Führungsebene waren aufgeschlossen gegenüber Veränderungen im Unternehmen. Doch wogegen wehren sich die Führungsverantwortlichen?

Knapp die Hälfte (47 Prozent der Befragten) gab an, dass sie angesichts großer Restrukturierungsmaßnahmen um ihren Einfluss oder ihren Status fürchteten. Die ständigen neuen Anforderungen scheinen den Führungsverantwortlichen wohl ebenfalls zu viel zu sein: 40 Prozent gaben an, dass sie die dichte Taktung der Veränderungsprojekte belaste. Zu schnellem Wandel erteilten die Befragten des mittleren Managements also eine Absage.

Nicht so die Generation Y, also die ab 1980 Geborenen. "Gerade in der Generation Y wird Wandel eher als positiv angesehen", sagt Imke Keicher, Studienautorin von Capgemini Consulting. Der Grund: Sie wollen mehr in Prozesse eingebunden werden und fordern mehr Mitspracherechte. Sie fühlen sich zuhause in der digitalen Welt. Keicher rät dazu, die Ansprache an die jüngere Generation möglichst emotional zu gestalten. Denn wie die Studie herausfand: Gefühle sind der Schlüssel dazu, Mitarbeiter auf Veränderungen einzustimmen.

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