Cloud Computing

Studie von Roland Berger

5-Punkte-Plan für Cloud Computing

27.01.2012, von

Einen europäischen "Cloud Gold Standard" sähen CIOs gewiss gern: Roland Berger gibt Politik und Anbietern Tipps, wie Europa bei Cloud Computing besser dastünde.

Unter Analysten, Anwendern und Anbietern gilt es als ausgemacht, dass Cloud Computing sowohl die Nutzung von Informationstechnologie als auch die Anbieterlandschaft nachhaltig verändern wird. Das ist der Ausgangspunkt der Studie "Survival of the Fittest – Wie Europa in der Cloud eine führende Rolle übernehmen kann”, die Roland Berger Strategy Consultants und die SAP AG gemeinsam verfasst haben.

Amerikanische Cloud-Anbieter liegen vorn

"Dieser Richtungswechsel erschüttert das in der Welt der IT-Lösungen für Unternehmen aktuell vorherrschende Paradigma in ganz ähnlicher Weise wie vor ein paar Jahren Client/Server-Lösungen die etablierte Mainframe-Technologie", schreibt Roland-Berger-Partner und Studienautor Carsten Rossbach. Cloud Computing leite einen Paradigmenwechsel entlang der gesamten Wertschöpfungskette für IT-Lösungen ein und wirke sich insbesondere für die Anbieter von Software und Hardware aus.

Carsten Rossbach, Partner bei Roland Berger und Autor der Studie, warnt: "Im Anbietermarkt wird es Gewinner und Verlierer geben."Vergrößern
Carsten Rossbach, Partner bei Roland Berger und Autor der Studie, warnt: "Im Anbietermarkt wird es Gewinner und Verlierer geben."
Foto: Roland Berger

Denn auf der Anbieterseite verändert Cloud Computing die Art und Weise, wie IT-Lösungen entwickelt, vertrieben, betrieben und kontinuierlich aktualisiert werden. Für die Anwender stellt Cloud Computing neue Möglichkeiten für Kauf, Betrieb und Wartung dieser Ressourcen bereit. Dabei eröffnet Cloud Computing den Anbietern und Herstellern vielfältige neue Chancen – die sie auch tunlichst ergreifen sollten. "Es spricht einiges dafür, dass die Evolution der Cloud insbesondere für die etablierten ICT-Player zu einer Bewährungsprobe wird, bei der sich am Ende Gewinner und Verlierer herauskristallisieren", warnt Rossbach.

Im Moment sähe es noch so aus, als sei das Thema Cloud fest in der Hand globaler IT-Anbieter US-amerikanischer Herkunft. Dieser Eindruck entsteht durch zwei Faktoren. Erstens: Im Consumer-Segment kommen die meisten bekannten Cloud-Anwendungen aus den USA. Zweitens: Im Infrastrukturbereich dominieren ebenfalls US-amerikanische Anbieter.

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