Generation Y richtig integrieren

3 aktuelle Herausforderungen für CIOs

03. Juni 2011
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Viele CIOs sehen sich immer höheren Aufgaben gegenüber und sollten gleichzeitig mit einem niedrigeren Budget auskommen. Executive Coach Gudrun Happich erläutert, was CIOs momentan herausfordert und wie sie schwierige Aufgaben meistern.

CIOs stehen in ihren Verantwortungsbereichen immer wieder neuen Herausforderungen gegenüber. "Somit sind es auch Herausforderungen an den CIO, die einer Lösung im Unternehmensalltag bedürfen", sagt Executive Coach Gudrun Happich.

Erste Herausforderung: CIOs als Multitalente

Bei Ergebnissen zählt Pragmatismus eher als Perfektionismus, sagt Executive Coach Gudrun Happich.
Bei Ergebnissen zählt Pragmatismus eher als Perfektionismus, sagt Executive Coach Gudrun Happich.
Foto: Gudrun Happich

Vielfach soll ein CIO als Experte für Fachfragen, IT-Entwicklungen und zukünftige Strömungen fungieren. Aber kann er das denn alles oder sollte er sich vielleicht für eine Rolle entscheiden? "CIOs müssen sich ihre Rolle klarmachen. Sie sind Manager, sprich Führungskraft und kein Fachexperte mehr", erläutert Happich. Ein CIO sollte die Rolle des IT-Unternehmers einnehmen und sich für Strategie, Vision und Ausrichtung verantwortlich fühlen. Dies sollte konsequent an den technologischen Möglichkeiten und natürlich an den Unternehmensbedürfnissen orientiert sein, denn schließlich ist die IT-Strategie Teil einer gesamtheitlichen Unternehmensstrategie. "Ziel ist ein ganzheitliches System so aufzubauen, dass es zu mehr Wachstum führt", sagt Happich. Das gelinge am besten, wenn die Fülle an Informationen für die Organisation nutzbar gemacht werden könne.

Happichs Rat lautet: "Es sollte niemanden geben, der über die Prozesse in der IT und die Ausrichtung im Unternehmen besser Bescheid weiß als der CIO." Diese Rolle kann ein IT-Verantwortlicher aber immer nur dann erfolgreich ausführen, wenn er sich eine stabile, kompetente und mitdenkende Mannschaft aufgebaut hat, auf die er sich verlassen kann. So können dann zum Beispiel Fachfragen aus den Unternehmensbereichen innerhalb kürzester Zeit beantwortet werden - nicht vom CIO selbst, sondern von der Mannschaft.

Zweite Herausforderung: schwindende Budgets und höhere Anforderungen

IT-Verantwortliche stehen vor der Herausforderung, eine schlanke IT-Organisation zu schaffen, die qualitativ hochwertige Ergebnisse erzielt und dabei trotzdem kostengünstig arbeitet. "Am Ende zählen immer die Erfolge, die die Abnehmer der IT-Leistungen anerkennen", weiß Happich. Pragmatismus zähle da in der Regel eher als Perfektionismus. Durch eine ausgezeichnete Kommunikation zum Kunden und den Fachabteilungen und ein gutes Vertrauensverhältnis erfährt man, was der Kunde wirklich will. Wenn im Vorfeld eine realistische Aufwandschätzung erfolgt und man in einen klaren und offenen Dialog mit den Kunden tritt, ließen sich die Kosten um ein Vielfaches reduzieren.