Strategien


Kosten und Support

7 Warnzeichen, die schlechte Software entlarven

18. Februar 2013
Von Nicolas Zeitler
Tests dauern lang, die Wartung wird immer teurer: Die Software Improvement Group nennt Warnzeichen, die andeuten, dass eine Software bald zur großen Last wird.
Sieuwert van Otterloo von der Software Improvement Group spricht sich für schlank programmierte Software aus: Eine Funktion sollte nicht an mehreren Stellen im Code hinterlegt sein.
Sieuwert van Otterloo von der Software Improvement Group spricht sich für schlank programmierte Software aus: Eine Funktion sollte nicht an mehreren Stellen im Code hinterlegt sein.
Foto: SIG

Software-Altlasten schleppen viele Unternehmen mit sich herum. Schlimmstenfalls sind sogenannte Legacy-Systeme, die seit vielen Jahren im Einsatz sind, irgendwann nicht oder kaum mehr zu warten - weil der Aufwand zu hoch ist oder sich niemand mehr mit ihnen auskennt.

Zum Teil liegt der steigende Pflegeaufwand daran, dass der Anbieter ein Produkt nicht mehr unterstützt. Die Gefahr, dass ein System mit der Zeit unwartbar wird, ist aber auch erhöht, wenn der zugrunde liegende Code schlecht ist, sagt Sieuwert van Otterloo, Principal Consultant beim auf Software-Qualität fokussierten Beratungsunternehmen Software Improvement Group (SIG) in Amsterdam. Der Berater beschreibt sieben Symptome, die CIOs andeuten, dass eine Software in Bälde zu einer großen Last werden könnte.

1. Lizenzgebühren steigen stark an

Am Ende des Lebenszyklus einer Software heben viele Anbieter die Preise stark an - um bis zu 40 Prozent, beobachtet die SIG. Zum Teil sei das ein ausdrückliches Signal an die Kunden, dass der Anbieter bald keinen angemessenen Support mehr bieten werde. Das hat an sich nichts mit der Qualität der Software zu tun. Sieuwert van Otterloo allerdings sagt: "Ist der Code gut, lässt sich auch eine alte Software noch warten, die nicht mehr unterstützt wird." Für ein wichtiges Merkmal guter Software hält der Berater, dass sie schlank programmiert ist - soll heißen: Dieselbe Funktion ist nicht an mehreren Stellen im Code hinterlegt.

2. Verzögerungen bei Tests

Dass vor allem umfangreiche Programme zu Anfang Fehler enthalten, ist Normalität. Tests und Bug-Fixing sind daher feste Bestandteile des Entwicklungszyklus. Dauert es allerdings viel länger als vorgesehen, Kinderkrankheiten zu beheben, könnte das daran liegen, dass die Software nur schwer zu analysieren oder zu ändern ist.