PC, Notebook, Smartphone, USB

Altgeräte: 3 Wege der Datenlöschung

28. September 2012
Bettina Dobe ist freie Journalistin aus München. Sie hat sich auf Wissenschafts-, Karriere- und Social Media-Themen spezialisiert. Sie arbeitet für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland.
Deutsche Firmen lassen Daten nur selten von Profis löschen. Auch werden Altgeräte selten kontrolliert entsorgt, wie Kroll Ontrack in einer Studie feststellte.

Daten sollen sicher sein, da sind sich immerhin laut einer Telekom-Studie 84 Prozent der deutschen IT-Verantwortlichen einig. Auch wenn die Informationen vielleicht nicht mehr aktuell sind, wollen viele Unternehmen sie doch sicher entsorgen. Fast drei Viertel der Unternehmen haben für analoge Daten eine Lösung parat: 73 Prozent der Unternehmen haben laut einer Studie von Kroll Ontrack, der Datenretter und -löscher, einen Aktenvernichter oder einen Schredder parat. Vertrauliche Daten in Papierform entsorgen die Firmen so sicher. Nur bei der IT-Lösung hakt es.

Obwohl Unternehmen sich zunehmend auf digitale Speicherung verlassen, beauftragen nur 40 Prozent Profis damit, die Daten von Altgeräten zu entfernen. Nur 12 Prozent haben geregelt, wie mit alten Computern umgegangen wird. Und nur jede zehnte Firma weiß, dass eine Remote-Löschung angebracht ist, wenn Firmen-Handy oder Smartphone verloren gehen. Zwar betonten Firmen immer wieder, wie wichtig ihnen Datensicherheit ist. Aber auch auf nicht mehr funktionsfähigen oder ausgedienten Geräte können noch sensible Informationen gespeichert sein.

Zwei Drittel entsorgen selbst

Zwei Drittel der Unternehmen kümmern sich um ihre Altgeräte. Jedes fünfte weiß nicht, was mit den ausgedienten Computern geschieht.
Zwei Drittel der Unternehmen kümmern sich um ihre Altgeräte. Jedes fünfte weiß nicht, was mit den ausgedienten Computern geschieht.
Foto: Kroll Ontrack

Unternehmen wurden für die Studie gefragt, wie sie mit den IT-Altgeräten wie Computern, Notebooks, Druckern, Handys und SmartphonesSmartphones umgehen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Knapp ein Drittel (32 Prozent) lagert diese intern oder entsorgt selbst (34 Prozent). Etwas weniger (28 Prozent) überlassen das einem professionellen Dienstleister. Aber 16 Prozent konnten dazu keine Angabe machen. Zusammen mit den vier Prozent, die ihren Mitarbeitern dies überlassen, bedeutet das: Jedes fünfte Unternehmen weiß nicht, was mit den Daten geschieht. Sicherheit sieht anders aus. Alles zu Smartphones auf CIO.de

Kaum Kontrollen

Damit nicht genug: Knapp ein Viertel der Firmen (24 Prozent) überprüft überhaupt nicht, ob sich die Mitarbeiter an die Vorgaben gehalten haben. Das ist fahrlässig. Und angesichts der Vorsichtsmaßnahmen, die Firmen sonst zur Datensicherheit treffen, verwundert das beinahe. Dafür kontrolliert aber immerhin bei fast der Hälfte der Unternehmen die IT-Abteilung stichprobenartig die ComplianceCompliance. Aber auch das kann zu Problemen führen. Alles zu Compliance auf CIO.de