Gründe für Datendiebstahl

Welche Daten Mitarbeiter mitgehen lassen

10. August 2012
Von Michael Kallus
Jeder dritte Angestellte hat bei einem Jobwechsel schon einmal vertrauliche Informationen mitgenommen. Einige löschen sogar Dokumente aus dem Unternehmensnetz.
Verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen, gehen oft auch Daten mit.
Verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen, gehen oft auch Daten mit.
Foto: Bernd_Leitner - Fotolia.com

Sensible Daten sind vor allem dann in Gefahr, wenn Mitarbeiter die Arbeitsstelle wechseln. Europaweit haben die Hälfte aller Büroangestellten schon vertrauliche Unternehmensdaten mitgenommen. Deutsche Angestellte gaben an, in diesem Fall zumeist Unternehmenspräsentationen (57 Prozent) und die Kunden-Kontaktdatenbank (54 Prozent) mit in den neuen Job transferiert zu haben.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Iron Mountain, einem Spezialisten für Informationsmanagement und dem Schutz geistigen Eigentums. Dabei wurden 2000 Büroangestellte aus allen Branchen in Deutschland, Frankreich Spanien und Großbritannien befragt.

Gut ein Drittel der Befragten hat sogar alle Dokumente aus dem Unternehmensnetz entfernt, an deren Entstehung sie beteiligt waren. Strategische Pläne wechselten in 30 Prozent der Fälle die Seiten. In all diesen Fällen, so die Studienautoren, handelt es sich um sensible und wertvolle Unternehmensdaten, deren Verlust zu Wettbewerbsvorteilen für die Konkurrenz sowie zu Verlust von Markenreputation und Kundenvertrauen führen kann.

Die Beweggründe der Mitarbeiter

Die Studie offenbart auch die Beweggründe der Mitarbeiter: So sagen 69 Prozent der deutschen Befragten, dass sie im Entstehungsprozess der Dokumente maßgeblich beteiligt waren und deshalb eine Berechtigung empfinden, diese Daten an sich zu nehmen. 63 Prozent waren der Meinung, diese Unterlagen seien für den nächsten Job nützlich. Europaweit war dies für 71 Prozent der Befragten das ausschlaggebende Argument.

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