Internationales Arbeiten

Arbeitgeber verhindern die Karriere

28. Januar 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Mehr als 85 Prozent der deutschen Arbeitnehmer wünschen sich einen Arbeitsplatz in einem internationalen Umfeld. Viele wollen so ihre Karriere-Chancen verbessern.

Für deutsche Angestellte ist es ein wesentlicher Karrierefaktor, Erfahrungen bei der Arbeit in einem internationalen Team zu sammeln. Dabei fühlen sie sich häufig allein gelassen. Mehr als die Hälfte der Befragten einer Studie glaubt, ihr Arbeitgeber unternehme nicht genug, um sie auf internationale Zusammenarbeit vorzubereiten.

Dabei ist internationale Zusammenarbeit längst keine Seltenheit mehr. Mehr als zwei Drittel der Befragten arbeiteten in den vergangenen zwei Jahren eng mit Kollegen aus anderen Kulturkreisen oder mit unterschiedlichen Nationalitäten zusammen. 86 Prozent der Arbeitnehmer glauben, dass sie die Fähigkeiten für internationales Arbeiten mitbringen.

Unterstützung vom Arbeitgeber sehen deutlich weniger Studienteilnehmer. Interkulturelles Training oder Sprachkurse erhalten nur 33 Prozent der Arbeitnehmer zwischen 30 und 47 Jahren. Bei den Befragten bis 29 Jahre sind es 31 Prozent, bei den Teilnehmern zwischen 48 und 65 Jahren sind es 23 Prozent.

Die Studie zeigt, dass Arbeitnehmer das international orientierte Arbeitsumfeld schätzen - unabhängig ihres Alters: Für 88 Prozent der 18- bis 29-Jährigen spielt es bei der Wahl ihres Arbeitgebers eine wichtige oder sehr wichtige Rolle, Teil eines internationalen Teams werden zu können. Bei den 30- bis 47-Jährigen sind es genauso viele. Bei den 48- bis 65-Jährigen wollen 85 Prozent der Befragten einen Arbeitsplatz in einem internationalen Team.